Elf Milliarden Tinder-Matches in 2016. 31 Prozent der 19- bis 29-Jährigen verabreden sich zum Sex über Snapchat. 68 Prozent der jungen Männer schauen Pornos. Zwölf Prozent der Befragten gehen an ihr Handy, wenn es während des Geschlechtsverkehrs klingelt. Egal, wo die Zahlen herkommen: Der Trend ist klar: Die Jugend ist mobil. Und das Fazit von Volker Sydow auch: Die Kommunikation muss vier Anforderungen genügen: 1) Sie muss eine zutiefst menschliche Wahrheit darstellen ("Human truth"). 2) Liefer' nur eine einzige Botschaft - aber sag' diese Botschaft laut, klar und wieder und immer wieder. 3) Sei frech und mutig. 4) Sei authentisch.

Na gut, diese Ratschläge mögen jetzt nicht unbedingt die allerneuesten Erkenntnisse im Marketing widerspiegeln. Und es bleibt dabei: Sex ist einfach ein dankbares Thema.

Aber nachdem Volker Sydow seine Ideen wie das Auberginen-Kondom und das Kondom-Emoji vorgestellt hatte und ganz stolz verkündete, dass für diese ganzen Maßnahmen "kein Mediageld ausgegeben" worden sei, da konnte man das als Zuschauer durchaus zwiespältig aufnehmen:

Einerseits: Klasse, wie man mit kreativen Ideen Earned Media schaffen kann!
Andererseits: Beängstigend, wie sehr die sozialen Medien den traditionellen Kanälen das Wasser abgraben können!
Aber zum Glück ging es in diesem Case ja nur um Sex...    

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Autor:

Rolf Schröter
Rolf Schröter

Als Leiter des Marketing-Ressorts der W&V und neugieriger Kurpfälzer interessiert sich Rolf Schröter prinzipiell für alles Mögliche. Ganz besonders mag er, was mit Design und Auto zu tun hat.


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