Analyst von Arx vermutet, dass Heidenreich vielleicht selbst der strategischen Ausrichtung des Konzerns mit Blick nicht mehr viel Potenzial beigemessen hat. Er steht seit 2012 an der Spitze des Konzerns und hat das Unternehmen konsequenter auf seine Kernmarken ausgerichtet sowie die Expansion in Schwellenländer vorangetrieben. Der Manager ist aber längst nicht der einzige Beiersdorf-Vorstand auf dem Absprung. Ende dieses Monats endet der Vertrag von Finanzchef Jesper Andersen, der ebenfalls nicht verlängert wird. Für die Nachfolge wurde bereits Dessi Temperley verpflichtet, die vom Schweizer Lebensmittelriesen Nestle kommt.

Mit der Weiterentwicklung des Konzerns in der Zeit nach Heidenreich will sich Beiersdorf bereits ab diesem Herbst befassen. Die künftige Strategie, die anstehenden Wachstumsinvestitionen ab 2019 sowie die Chef-Nachfolge werden Thema bei den Sitzungen des Aufsichtsrats im September und Dezember dieses Jahres sein, teilte der Konzern mit.

Mit der Ausarbeitung der Strategie wurde federführend Vorstandsmitglied Stefan De Loecker betraut, der bei Beiersdorf auch das Geschäft in den Schwellenländern verantwortet. De Loecker wird zugleich mit Wirkung ab 1. Juli zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernannt. Ob er sich damit automatisch Chancen auf den Chefsessel sichert, wollte Beiersdorf nicht kommentieren. (dpa)


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W&V Redaktion
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