Grabarz & Partner :
VW: So sieht der Nachfolger der "lachenden Pferde" aus

Mit den "lachenden Pferden" ist Volkswagen zusammen mit der Agentur Grabarz & Partner eine Internetsensation geglückt. Der Autobauer nutzt das Momentum und liefert pünktlich zu Weihnachten den Nachfolger. Kleines Stichwort: Fahrende Schafe.

Text: Daniela Strasser

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Nicht so optimal: Schäfchenzählen auf der Autobahn.
Nicht so optimal: Schäfchenzählen auf der Autobahn.

Viraler Erfolg lässt sich in den seltensten Fällen planen. Media-Investitionen hin oder her. Insofern liegt Lutz Kothe richtig, wenn er sagt: "Ein One-Shot, der Ihnen im optimalsten Fall einmal in einer Dekade gelingt." Kothe verantwortet das deutsche Marketing für die VW-PKW-Sparte und meint das Pferde-Viral, mit dem Volkswagen kürzlich die sozialen Medien gerockt hat. Der großartige Film (Agentur: Grabarz & Partner) fand kurze Zeit später seinen Weg in die TV-Werbeblöcke und traf den idealen Werbe-Ton. Er ist humorvoll, perfekt inszeniert und animiert und erreicht die VW-Kunden genau da, wo die krisengebeutelte Marke wieder hin will: nämlich nahe dran an den Herzen ihrer Käufer.

Und weil Volkswagen etwas von guter Kommunikation versteht, nutzten die Verantwortlichen die Gelegenheit und machen aus dem vermeintlichen "One Shot" eine neue Strategie. Vorgegeben hatte das schon vor den Pferden Marketingvorstand Jürgen Stackmann, "Wir bringen die Zukunft in Serie", lautet seither das neue Kommunikationsmotto. Im Großen betrifft das vor allem das Thema E-Mobilität. Im Kleinen fokussiert sich das deutsche Marketing jetzt auf Produktdetails, von denen die Kunden bislang wenig Ahnung hatten. Bei den Pferden etwa war das die Einparkhilfe für Anhänger für den neuen Tiguan.

Nun kommt der Nachfolger: Eine 360-Grad-Kampagne, die sich auf die Müdigkeitserkennung des Polo konzentriert. Laut Kothe kennen diese gerade mal drei Prozent seiner Fahrer. Und statt Pferden setzt Volkswagen diesmal auf Schafe. Gucken Sie selbst:

Der Schafe-Film ist nicht komplett vergleichbar mit den Pferden, er ist leiser, vielleicht auch allgemeintauglicher, aber von ähnlich guter Machart. Auch hier stimmen Casting, Idee und Inszenierung bis ins Detail. Gut, wenn erfolgreiche Kommunikationskonzepte weitergedacht werden, das zeugt das von Marken-Mut, Selbstbewusstsein und hervorragendem Zielgruppen-Verständnis. Von 25. Dezember an ist der Spot im TV zu sehen. Produziert hat diesmal nicht Czar wie bei den Pferden, sondern Big Fish. Regie führte Steve Ayson, die Media-Planung liegt bei Mediacom. Postproduktion: NHB, CGI: FableFX (Stockholm), Ton: Studio Funk. Bei all den emotionalen Weihnachtskampagnen, die gerade on air sind, hebt sich VW mit den motorradfahrenden Schafen unter Garantie mindestens positiv ab.


Autor:

Daniela Strasser, W&V
Daniela Strasser

Redakteurin bei W&V. Interessiert sich für alles, was mit Marken, Agenturen, Kreation und deren Entwicklung zu tun hat. Außerdem schreibt sie für die Süddeutsche Zeitung. Neuerdings sorgt sie auch für Audioformate: In ihrem W&V-Podcast "Markenmenschen" spricht sie mit Marketingchefs und Media-Verantwortlichen über deren Karrieren.



3 Kommentare

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Anonymous User 19. Dezember 2016

Dreams will have to wait:

https://youtu.be/luH5UP7i9_0

Anonymous User 19. Dezember 2016

Ui, ui, ui... sieht irgendwie mies aus

Anonymous User 19. Dezember 2016

K.ckt aber ab gegen die Pferde.

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