Purpose Readiness Index zeigt große Lücken

Unter der Fragestellung "Wie weit sind deutsche Marken auf der Suche nach ihrem Purpose?" wurde von Globeone ein "Purpose Readiness Index" erstellt, der anhand von zehn Markenattributen ermittelt, ob ein Unternehmen in der öffentlichen Wahrnehmung bereits seine Sinnhaftigkeit glaubwürdig vertritt und umsetzt. Eingeteilt ist der Index in vier verschiedene Stufen. Ein Wert von unter 50 zeigt an, dass dem Unternehmen und Institutionen die Basis dafür fehlt, den "Purpose" glaubhaft zu vermitteln, so die Erläuterung der Studienautoren. Zu den relevanten Faktoren gehören Nachhaltigkeit, Verantwortung, Authentizität.

Die Hälfte der abgefragten Unternehmen weisen laut Studie in der öffentlichen Wahrnehmung erhebliche "Purpose"-Lücken auf. Einige Marken, darunter Volkswagen, Bayer und die Deutsche Bank sowie die Bild-Zeitung und die zu Vergleichszwecken untersuchten Parteien CDU und SPD, die Bundesregierung und Facebook zeigen eine besonders negative Wahrnehmung. Hier manifestiere sich das mangelnde Vertrauen der Verbraucher gegenüber vielen Marken sowie die Politikverdrossenheit gegenüber den etablierten Parteien, so Globeone, bei Facebook schlügen sich die Datenskandale im Index nieder (rot markiert: Index unter 50).

Lediglich Bosch, Continental, Rewe und Aldi sieht die Mehrheit als glaubhaft "Purpose Ready" (Indexwert über 70/kräftig grün). 22 der untersuchten Marken seien zumindest teilweise "Purpose Ready" (hellgrün; Index 60-69), müssen jedoch weiterhin an ihrer öffentlichen Wahrnehmung arbeiten, um ihren Purpose glaubwürdig zu vertreten.

Auf einem guten Weg sind Lidl, Dr. Oetker, Adidas und Smart: "Purpose Readiness Index".

Auf einem guten Weg sind Lidl, Dr. Oetker, Adidas und Smart: "Purpose Readiness Index".

Die Studie "Purpose Readiness" ist Teil der Globeone-Reihe "Das Image deutscher Marken". Die vier amerikanischen Technologiekonzerne Facebook, Google, Amazon und Apple wurden ebenso wie Institutionen aus Politik und Medien zu Vergleichszwecken analysiert.


Autor:

W&V Redaktion
W&V Redaktion

Nicht alle W&V-Artikel erscheinen unter dem Namen eines einzelnen Autors. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Artikel mit „W&V-Redaktion“ gekennzeichnet sind. Zum Beispiel, wenn mehrere Autoren daran mitgearbeitet haben oder wenn es sich um einen rein nachrichtlichen Text ohne zusätzliche Informationen handelt. Wie auch immer: Die redaktionellen Standards von W&V gelten für jeden einzelnen Artikel.