Wahrnehmung von EM-Sponsoren: Adidas und die anderen

Während Adidas, Coca-Cola und Mercedes schon vor dem Start der Fußball-Europameisterschaft als Sponsoren wahrgenommen werden, sind die anderen offiziellen Sponsoren nahezu unbekannt. Dies zeigt eine Erhebung von Ipsos.

Text: Frauke Schobelt

Viel Geld investieren die Sponsoren in die Fußball-Europameisterschaft in Polen und Ukraine, die am Freitag beginnt. Entsprechend groß ist die Erwartungshaltung, davon auch nachhaltig zu profitieren. Doch die Wahrnehmung der Marken, die als Sponsoren das Großevent unterstützen, ist vor dem Turnier höchst unterschiedlich, wie eine repräsentative Studie des Marktforschungsinstitutes Ipsos mit rund 1000 Befragten ab 14 Jahren enthüllt.

Demnach erreicht Adidas, das die Fußball-Europameisterschaft und auch die deutsche Nationalmannschaft sponsert, bereits vor dem Turnier einen Bekanntheitswert von 24 Prozent. Grundsätzlich ist die ungestützte Sponsorenbekanntheit vor dem Start der EM noch gering. Nach Spitzenreiter Adidas folgt Coca-Cola an zweiter Stelle mit neun Prozent. Der Getränkekonzern ist ein weiterer offizieller Turnier-Sponsor, der ebenfalls die deutsche Nationalmannschaft unterstützt. Mercedes sponsert ausschließlich die deutsche Nationalelf, wird von sieben Prozent der Deutschen jedoch auch als Sponsor des Turniers genannt.

Die anderen offiziellen Sponsoren der Fußball-Europameisterschaft sind bisher noch kaum als solche wahrgenommen worden. McDonald’s, Hyundai, Kia, Canon, Carlsberg, Castrol Edge, Continental und Sharp kommen zusammen auf sechs Prozent Sponsoring-Bekanntheit. Von den Sponsoren der deutschen Nationalmannschaft werden mit jeweils knapp drei Prozent Nutella, Ferrero, Bitburger, Rewe und Nivea genannt. Auch die etablierten Ausrüster Puma und Nike werden auf diesem Niveau als Sponsoren des Turniers erwähnt. 

In Großbritannien gerät Adidas unterdessen unter Druck. Die globalisierungskritische Organisation War on Want hat jetzt ein Video veröffentlicht, in dem eine Frau aus London die Geschichte einer Arbeiterin aus einer asiatischen Fabrik eines (angeblichen) Adidas-Zulieferers erzählt.

Ipsos hat übrigens in einer weiteren Erhebung auch abgefragt, welcher Mannschaft die Deutschen den Titelgewinn der EM zutrauen. 45 Prozent aller Deutschen glauben, dass die deutsche Nationalelf gewinnen wird, Auf Rang zwei folgt mit 16 Prozent Zustimmung Spanien. Jeder vierte Bundesbürger wartet jedoch erst mal ab und gibt keinen Tipp ab. Die Fußball-Euphorie ist aber groß: 89 Prozent der Deutschen werden die Spiele der Europameisterschaft verfolgen, ein Drittel will möglichst viele Spiele sehen, auch die ohne deutsche Beteiligung. Gefragt ist dabei vor allem Public Viewing mit Freunden oder Kollegen. Nur sechs Prozent wollen mobile und internetgebundene Dienste nutzen, um die Spiele zu sehen.


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

ist Ressortleiterin im Online-Ressort und schreibt über alles Mögliche in den Kanälen Marketing und Agenturen. Sie hat ein Faible für Kampagnen, die „Kreation des Tages“ und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.