Otto hat seinen Mietservice Mitte Dezember gestartet. Schon im Januar folgte die Elektronikkette Media Markt mit dem Angebot "Miet mich!", bei dem die Kunden im Internet zunächst aus rund 500 Produkten vom Smartphone über Drohnen und Notebooks bis zum Roboter-Staubsauger auswählen können. Mittelfristig sei auch eine Ausweitung des Miet-Services auf die stationären Media Märkte denkbar, heißt es im Unternehmen.

Denn auch für Media-Saturn-Manager Lennart Wehrmeier steht fest: "Die Einkaufsgewohnheiten verändern sich. Konsumenten wollen mehr Flexibilität." Media-Markt arbeitet bei seinem Angebot mit dem Berliner Start-up Grover zusammen, das schon seit gut zwei Jahren Mietgeräte anbietet. Gründer Michael Cassau sieht in dem Mietmodell eine große Chance für den Einzelhandel. "Damit werden neue Zielgruppen erschlossen, Konsumentscheidungen beschleunigt und dadurch der Absatz gefördert."

Allerdings muss der Konsument auch zu Kompromissen bereit sein. So ist die Auswahl der Geräte bislang noch sehr überschaubar. Wer ein bestimmtes Gerät will, muss schon viel Glück haben, es im Angebot zu finden.

Der Handelsexperte Heinemann ist aber überzeugt, dass schon bald weitere Mietangebote auf den Markt kommen. "Es werden sicher noch mehr Händler auf den Zug aufspringen und anfangen, Geräte nicht nur zu verkaufen, sondern auch zu vermieten", meint er. In Frage komme alles, was groß und teuer sei.

Für den Branchenkenner steht fest: "Solche Angebote passen einfach in die Zeit. Sie machen die Kunden flexibler und unterstützen den Trend zur Mobilität. Damit passen sie in das Lebensgefühl der jungen Generation, die nicht mehr so viel Wert auf Besitz legt." (fs/dpa)


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W&V Redaktion
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