Kritik an Plakatkampagne :
Warum sich eine Burgerkette bei Vegetariern entschuldigt

"Sie essen Gras, also musst du das nicht tun": Mit ihrer aktuellen Plakatkampagne hat sich die britische Burgerkette Gourmet Burger Kitchen den Unmut vieler Vegetarier zugezogen. Das war wohl auch Teil des Plans.

Text: Frauke Schobelt

150 Beschwerden bei der britischen Medienaufsichtsbehörde Advertising Standards Authority und viel Kritik in den sozialen Netzwerken: Mit ihrer aktuellen Plakatkampagne hat sich die britische Burgerkette Gourmet Burger Kitchen (GBK) den Unmut vieler Vegetarier zugezogen. Das war vielleicht auch Teil des Plans, denn Slogans wie "Du wirst dich immer an den Moment erinnern, als du aufgegeben hast, Vegetarier zu sein", ein Kuh-Motiv mit der Headline "Sie essen Gras, also musst du das nicht tun" oder "Vegetarier: Widerstand ist zwecklos" zielen offensichtlich auf eine Kontroverse ab.

Die Burgerkette hat nun jede Menge Aufmerksamkeit - aber wohl mehr als sie wollte. Um die Wogen zu glätten, hat sich das Unternehmen auf Twitter für die Motive der Londoner U-Bahn offiziell entschuldigt. Und es kündigt an, einige der kritisierten Anzeigenmotive zurückzuziehen. 

Es habe mit der Werbeaktion niemanden verletzen wollen, erklärt das Unternehmen. Schließlich habe man auch Angebote für Vegetarier.


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

ist Ressortleiterin im Online-Ressort und schreibt über alles Mögliche in den Kanälen Marketing und Agenturen. Sie hat ein Faible für Kampagnen, die „Kreation des Tages“ und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.