Wie werden also Autos mit Internetzugang, auch "vernetzte Autos" genannt, die Automobilwerbung verändern?

Die größten potenziellen Vorteile ergeben sich für Marketer A. Wenn Schnittstellen vernetzter Auto sich wie andere Geräte verhalten (z. B. Smartphones, Tablets und PCs), werden Marken in der Lage sein, Verbraucher dazu zu motivieren, sich zu identifizieren und Daten über Login-Umfelder und Marken-Apps weiterzuleiten. Demzufolge haben vernetzte Autos das Potenzial, Automobilmarken zu einem besseren Verständnis des Kaufzyklus zu verhelfen, indem sie ihnen ein detaillierteres Bild der Marketing-Kontaktpunkte liefern, die bis zum eigentlichen Kauf stattgefunden haben. Eine ganz wichtige Auswirkung dessen: Man braucht sich fortan nicht mehr im selben Maße auf die Last-Click-Methode zu verlassen, die besonders dann ausgesprochen mangelhaft ist, wenn sie für Produktkäufe mit langen Überlegungszeiten eingesetzt wird, wie bei Autos.

Durch vernetzte Autos erschließt sich Automobil-Marketern ein enormes Potenzial, und sobald sich die unterschiedlichen Marketingabteilungen austauschen, werden sie deutlich davon profitieren. Das bessere Verständnis unnötig duplizierter Medienmaßnahmen wird für eine strategischere Ausrichtung der Budgets und branchenweit für erfolgreichere Kampagnen sorgen.

Durch derartige Einblicke in die Wechselwirkung zwischen potenziellen Automobilkunden und unterschiedlichen digitalen Medienkampagnen und Marketingkanälen wird sich die Art und Weise revolutionieren, in der große Marken wie Audi, BMW und Volkswagen ihre digitalen Medien betrachten. Demzufolge rechnen wir damit, dass Automobilwerbebudgets sich von Offline-Medien – dem derzeitigen Schwerpunkt – zunehmend auf Online-Medien verlagern werden, sobald die Marken ihre Online-Verbraucher besser verstehen lernen.



Autor: W&V Gastautor

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