Was sollten Marken nach einem Skandal tun?

- Um jene zu erreichen, die eine Rückkehr zu einer boykottierten Marke bisher nicht in Erwägung gezogen haben, sei die richtige Ansprache wichtig, heißt es.

- Vier von fünf Personen (77 Prozent) in einer vergrätzten Zielgruppe fühlen sich laut YouGov grundsätzlich von Werbung bombardiert. "Eine gezielte Kommunikation anstelle von einer breit angelegten Imagekampagne ist hier die Lösung", so die Studie.

- Auch deutsche Marken wie Siemens (49 Prozent), Bosch (42 Prozent) oder AEG (36 Prozent) werden von dieser Gruppe beim Kauf verstärkt in Betracht gezogen.

- Gleichzeitig wird "Made in Germany" von vielen (75 Prozent) geschätzt. "Das Vertrauen in deutsche Produkte sollten sich Unternehmen bei ihrer Kommunikation daher zunutze machen", empfiehlt YouGov.

Viel Überzeugungsarbeit ist auf jeden Fall nötig, denn Mundpropaganda sorgt dafür, dass nach einem Skandal eine Art Kettenreaktion in Gang gesetzt wird, wie die YouGov-Grafik belegt:

Man liest etwas und man spricht darüber.

Man liest etwas und man spricht darüber.

Für die Studie wurde auf die 100.000 Datenpunkte umfassende YouGov-Datenbank zugegriffen, für die im Jahresverlauf 70.000 Deutsche kontinuierlich repräsentativ befragt werden. Kombiniert wurde die Analyse mit einer zusätzlichen bevölkerungsrepräsentativen Befragung von 2000 Personen, die an fünf Werktagen Anfang August durchgeführt wurde. Der vollständige Report kann kostenfrei unter der Angabe von Kontaktdaten hier heruntergeladen werden.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.