Zuvor hatte sich Volkswagen am Mittwoch entschuldigt und mitgeteilt: "Ganz ohne Frage: Das Video ist falsch und geschmacklos." Dass der Clip bei vielen Beobachtern zu Empörung und Wut führe, sei verständlich. "Wir distanzieren uns davon und entschuldigen uns dafür. Wir werden aufklären, wie das passieren konnte - und Konsequenzen daraus ziehen." Auch Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann meldete sich in einem Twitter-Post zu Wort: "Ich entschuldige mich aufrichtig als Einzelperson in meiner Funktion als Vorstandsmitglied bei Volkswagen Sales & Marketing. Hass, Rassismus und Diskriminierung haben bei Volkswagen keinen Platz! Ich werde in diesem Fall persönlich für volle Transparenz und Konsequenzen sorgen!"

Betriebsratschef Bernd Osterloh sagte: "Ich schäme mich für diesen Spot. Da spreche ich sicherlich für die ganze Belegschaft." Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil nannte das Video "eindeutig rassistisch und menschenverachtend". Es sei nicht zu verstehen, dass das "schockierende" Video nicht vor Veröffentlichung gestoppt worden sei. "Dieses Thema wird sicher auch noch ein Nachspiel in den Gremien haben", sagte der SPD-Politiker, der als Vertreter des Landes Niedersachsen im VW-Aufsichtsrat sitzt.

Die Mitarbeitervertretung verlange nun eine vollständige Aufklärung darüber, wer für die Insta-Story verantwortlich ist. "Der Vorfall muss jetzt restlos aufgeklärt werden", sagte Osterloh. "Der Betriebsrat wird nicht zulassen, dass die Verantwortung für diesen Vorfall dauerhaft vom Top-Management nach unten abgeschoben wird."

 (ak/dpa)