Kunden sind finanziell unter Druck

Aber auch die Kunden haben große Pläne zum Fest. Das zeigt eine Verbraucherbefragung des Ifes-Instituts der FOM Hochschule zum Einkaufsverhalten im Weihnachtsgeschäft, die vom HDE unterstützt wurde. Demnach will ein Viertel der Verbraucher im Weihnachtsgeschäft mehr Geld ausgeben als im Vorjahr. Fast jeder Fünfte will dagegen sparen. Im Ergebnis heißt das, dass jeder Deutsche rund 472 Euro für Weihnachtsgeschenke investieren wird. Dieser Wert liegt leicht über den 466 Euro des Vorjahres.

Einer aktuellen Studie des Cyber-Sicherheitsunternehmens McAfee zufolge, stehen zwei Drittel der deutschen Kunden gerade in der Vorweihnachtszeit unter einem erhöhten finanziellen Stress. Das wiederum führt laut McAfee zu einem äußerst risikoreichen Online-Verhalten: 49 Prozent der Befragten gaben zu, dass der finanzielle Druck sie dazu verführt beim Online-Shopping nachlässiger zu sein.

"Leider sind Verbraucher beim Online-Shopping oft mehr daran interessiert, den niedrigsten Preis zu finden, als ihre persönliche Cybersicherheit zu schützen", heißt es in einer Mitteilung. Demnach ergab die Umfrage, dass 53 Prozent der deutschen Verbraucher bereit sind, eine ihnen unbekannte Website zu nutzen, wenn sie so Geld bei ihren Einkäufen sparen können. "Noch schlimmer ist, dass mehr als ein Viertel (26 Prozent) zugibt, Links in verdächtigen E-Mails anzuklicken, wenn in diesen bessere Angebote angepriesen werden."

Allerdings: Die Deutschen sind der Studie zufolge vor allem im Vergleich zu anderen Ländern sensibler bei den Risiken des Online-Shoppings. Eine Mehrheit (53 Prozent) aller Deutschen gibt in der Umfrage an an, dass sie ihre persönlichen Daten nicht für ein gutes Geschäft preisgeben würden, und sogar nur vier Prozent würden ihre Bankverbindung riskieren.

McAfee gibt Tipps für sicheres Online Shopping:

  • Vorsicht beim WLAN: Die Nutzung von öffentlichem WLAN mag wie eine gute Idee erscheinen, aber wenn die Verbraucher nicht vorsichtig sind, könnten sie ihre persönlichen Daten oder Kreditkartendaten unwissentlich Cyberkriminellen preisgeben, die im Netzwerk schnüffeln. Wenn für Transaktionen ein öffentliches WLAN verwendet werden muss, verwenden Sie ein Virtual Private Network (VPN), um eine sichere Verbindung zu gewährleisten.
     
  • Denken Sie nach, bevor Sie klicken: Eine der einfachsten Möglichkeiten für einen Cyberkriminellen, Opfer ins Visier zu nehmen, besteht darin, Phishing-E-Mails zu verwenden, die als Urlaubseinsparungen getarnt sind. Verbraucher werden verführt, Links anzuklicken, die zu Malware führen könnten, oder gelangen auf eine gefälschte Website, die zum Diebstahl persönlicher Daten entwickelt wurde. Wenn das Geschäft zu gut erscheint, um wahr zu sein, oder die E-Mail unerwartet war, ist es immer am besten, sich direkt mit der Quelle in Verbindung zu setzen.
     
  • Browsen Sie sicher: Verwenden Sie einen umfassenden Sicherheitsschutz, der dazu beitragen kann, Geräte vor Malware, Phishing-Angriffen und anderen Bedrohungen zu schützen. 

McAfee beauftragte das Institut MSI-ACI im Oktober 2018 mit der Durchführung einer Studie unter 1.033 Erwachsenen in Deutschland im Alter zwischen 18 und 55 Jahren.


Autor:

Belinda Duvinage

legt ein besonderes Augenmerk auf alle Marketing-Themen. Bevor die gebürtige Münchnerin zur W&V kam, legte sie unter anderem Stationen bei burdaforward und dem Münchner Merkur ein, leitete ein regionales Magazin in Göttingen und volontierte bei der HNA in Kassel. Den Feierabend verbringt sie am liebsten mit ihren drei Jungs in der Natur, auf der Yogamatte, beim perfekten Dinner mit Freunden oder, viel zu selten, einem guten Buch.