Umfrage: Kultursponsoring :
Welche Bedeutung Kulturevents für Unternehmen haben

Unsere aktuelle Umfrage zum Kultursponsoring zeigt: Viele Unternehmen fördern Kulturveranstaltungen und laden so ihre Marke mit Sympathie, Emotion und Glaubwürdigkeit auf.

Text: Verena Gründel

SAP sponsert die Elbphilharmonie seit der Eröffnung - ein Risiko, weil sie zuerst vor allem schlechte Presse erntete. Inzwischen sind die Imagesorgen längst verflogen.
SAP sponsert die Elbphilharmonie seit der Eröffnung - ein Risiko, weil sie zuerst vor allem schlechte Presse erntete. Inzwischen sind die Imagesorgen längst verflogen.

Kulturmarketing ist in der Strategie vieler Unternehmen fest verankert. 400 Mio. Euro geben deutsche Unternehmen im Jahr für kulturelles Engagement aus. Das entspricht fünf Prozent der gesamten Kulturförderung. 

Auch unsere aktuelle Snapshot-Umfrage zeigt die Bedeutung: Knapp ein Viertel (24 Prozent) der befragten Unternehmen sagt, dass sowohl Kultur- als auch Sportsponsoring wichtige Bausteine der internen und externen Kommunikationsstrategie sind. Die Etats für beide Bereiche sind auch in den kommenden Jahren gesichert.

Kultursponsoring fördert kreative Unternehmensprozesse

Bei einem Fünftel (21 Prozent) der Unternehmen wird das kulturelle Engagement in Zukunft sogar wachsen. Sie sagen, dass sie durch gemeinsame Projekte mit Kulturunternehmen profitieren, weil diese intern kreative Prozesse anstoßen. Weitere Aspekte seien das positive Image und die Gelegenheiten für besondere Begegnungen mit Kunden und Mitarbeitern. 

Etwas mehr als die Hälfte (56 Prozent) unterstützt kulturelle Veranstaltungen oder Projekte immerhin in Einzelfällen, auch wenn die Kulturförderung im Marketing keine wesentliche Bedeutung hat. 

Mehr zum Thema Kultursponsoring und zu den Strategien von SAP, BMW und Bayer lesen Sie in der W&V-Ausgabe 29 (ET: 17.07). 

Die Ergebnisse dieser neuesten Snapshot-Umfrage lassen sich als Trendaussage verstehen. An der Befragung nahmen 37 Snapshot-Mitglieder teil. (80 Prozent Marketing/Kommunikationschefs von Wirtschaftsunternehmen, 20 Prozent "Creative Minds" von Agenturen/Verbänden/Beratungen.) Die Snapshots sind ein gemeinsames Projekt von Roland Berger, den Münchner Gesprächen und W&V.


Autor:

Verena Gründel

ist seit April 2017 für das Marketingressort der W&V tätig. Davor schrieb sie für iBusiness über Digitalthemen. Nach Feierabend kocht und textet sie für ihren Foodblog – und gleicht das viele Essen mit ebenso viel Sport aus. Wenn sie länger frei hat, reist sie am liebsten mit dem Auto durch Lateinamerika, von Mexiko bis an die Südspitze Argentiniens.