Kreation des Tages :
Wer hat den Größeren? Sixt ruft zum Knopfvergleich auf

Autovermieter Sixt greift den Atomwaffenstreit zwischen den USA und Nordkorea für ein Werbemotiv auf. Das Publikum reagiert (ähem) gespalten.

Text: Manuela Pauker

Schon Tradition: Sixt greift politische Entwicklungen in der Werbung auf.
Schon Tradition: Sixt greift politische Entwicklungen in der Werbung auf.

„Ist das Thema zu ernst für den Sixt-Werbestil?”

Den Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un, wer denn nun den größeren (Atomwaffenknopf) habe, lässt sich auch Autovermieter Sixt mal wieder nicht für ein aktuelles Werbemotiv entgehen.

Nach der Aufforderung "Hose runter, Knopfvergleich"  teilte das Unternehmen in den Sozialen Medien mit: "Auch wir haben einen Knopf – und keine Angst, ihn zu benutzen." Wie zu erwarten handelt es sich dabei aber "nur" um einen Motor-Startknopf.

Die Reaktionen der Nutzer auf das Motiv sind allerdings eher verhalten. "Leider zu ernst, als dass man darüber Späße machen sollte", findet die Mehrheit der Nutzer auf Facebook und Twitter.

Bei anderen kommt der Sixt-Humor dagegen gut an:

Aus welcher Ecke der Kreativabteilung das Knopf-Motiv kommt, ist nicht ganz klar. Denn die Ideen, die gerne aktuelle Ereignisse aufgreifen, werden von mehreren Seiten zugeliefert: Neben der Stammagentur Jung von Matt haben etwa auch die Münchner Häuser 19:13, FJR oder der Kreative Oliver Voss Sixt schon mit Ideen versorgt.

Den Atomknopf-Streit der beiden Machthaber greifen auch andere Unternehmen derzeit werblich auf. Eines davon ist die Fast-Food-Kette KFC, die Konkurrent McDonald’s via Twitter mitteilte, auch sie biete einen Burger in einem Menü an, das "viel größer und mächtiger" sei als das von McDonald’s. Und außerdem noch Sauce enthalte.

„Ist das Thema zu ernst für den Sixt-Werbestil?”


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde