Der Werberat hat bei seiner Entscheidung betont, dass Erotik in der Werbung selbstverständlich erlaubt ist: Sexy ist nicht gleichzusetzen mit Sexismus. In dem Spot erscheine die Frau jedoch als reines Objekt sexueller Begierde.

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Auch der E-Zigaretten-Liquid-Hersteller "High-Class-Liquid" aus Unna geriet in die Kritik. Nach Ansicht des Gremiums reduziert der Spot Frauen auf ihre sexuellen Reize. Der bildliche Eindruck wird auch im gesprochenen Text fortgeführt. So unterstreicht der Mann die Vorzüge der Geschmackssorte Fruit Boobs mit den Worten "Du magst es doch prall, rund und saftig?", während eine der Frauen zwei Melonen vor ihre Brüste hält.

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Beanstandet wurde auch die Anzeige eines Sportwetten-Portals. Neben dem Kopf eines Hundes wurde eine Hand mit einer Pistole abgebildet: "Registrieren Sie sich oder wir töten diesen Hund!", hieß es dort. Zwar sei die Anzeige nicht erst gemeint gewesen, doch nach Kritik zog das Unternehmen die Anzeige zurück.

Der Werberat entschied insgesamt über 462 einzelne Sujets zu Werbung von Unternehmen. Das entspricht einem Rückgang von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für Anzeigen etwa von öffentlichen Einrichtungen ist der Rat nicht zuständig. In 124 Fällen teilte das Gremium die Meinung der Kritiker und informierte die Firmen, dass sie gegen den Werbekodex verstoßen hätten. Daraufhin hätten nahezu 90 Prozent ihre Kampagnen zurückgezogen oder geändert.

Der Werberat wird vom Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW getragen.

duv/dpa


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W&V Redaktion
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