Wenn es um das vernetzte Zuhause geht, wird oft der sprechende Kühlschrank angeführt. Was ist vielleicht sogar noch interessanter?

Für mich ist interessant wie Gerätehersteller und Anbieter von Voice getriebenen Assistentinnen wie von Google oder Amazon beim Smart Home zusammenarbeiten. Fernseher, Lichter, Luftreiniger – das alles wird künftig von der Stimme aus gesteuert. Ganz natürlich und simpel. Solche Smart Home-Funktionen werden sich bald nicht nur auf Technikaffine beschränken, die es sich leisten können oder wollen, sondern sie werden für jedermann erschwinglich sein. Ein Produkt, dass den vernetzten Lebensstil demokratisiert, ist die Fridge Cam von Smarter. Das ist die erste Kühlschrank-Kamera auf Basis von WLAN. Sie passt in jeden Kühlschrank und lässt den Nutzer über die smarte App von unterwegs aus den Inhalt angucken. Außerdem kontrolliert die Kamera Haltbarkeitsdaten, schlägt Rezepte auf Basis der vorhandenen Produkte vor und füllt den Kühlschrank auch selbsttätig wieder auf.

Welche Funktionen benötigt es eigentlich, um die eigenen vier Wände smart nennen zu können?

Mit Produkten rund um das Internet oft Things könnte man heute schon viele Häuser und Wohnungen als smart bezeichnen. Und sie werden immer smarter. Zu den Kernbereichen des Smart Home zählen der vernetzte Fernseher, die Heiz- und Sicherheitssysteme sowie alles rund ums Kochen. Je mehr intelligente Geräte der Bewohner bei sich installiert desto intelligenter wird sein Zuhause. Das ist ein Schritt für Schritt-Prozess und passiert in den meisten Fällen nicht über Nacht. Die meisten fangen mit Alexa Dot an oder einem Google Home Mini. Damit steuern sie zunächst ihre Musik und stellen Fragen. Später verwenden sie die Assistentinnen auch um Licht oder den Teekocher ein- und auszuschalten, oder um Heizung und Herd zu bedienen.

Das klingt nett – aber ist das wirklich ein konkreter Mehrwert?

Zurzeit hat Technologie einen sehr hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Weil die Menschen immer mehr mit verschiedenen Bildschirmen agieren, und das Stress auslöst, erwarte ich ein großes Bedürfnis von smarten Funktionen im Bereich Gesundheit, Fitness und Schlafhygiene. Wie Studien belegen leiden viele Menschen aufgrund ihrer sitzenden Tätigkeiten vor dem Bildschirm an Schlaflosigkeit. Meine Vision eines perfekten Smart Home ist daher ein Zuhause, das uns die Technik vom Leib hält und uns dafür mehr Zeit mit unseren Freunden und Familie schenkt sowie für Dinge, die wir am liebsten tun. Wenn wir dann mehr Zeit draußen verbringen, schlafen wir auch besser.

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Autor:

Irmela Schwab
Irmela Schwab

ist Autorin bei W&V und LEAD digital. Die studierte Germanistin interessiert sich besonders dafür, wie digitale Technologien Marketing und Medien verändern. Dazu reist sie regelmäßig in die USA und ist auf Events wie South by Southwest oder der CES anzutreffen. Zur Entspannung macht sie Yoga und geht an der Isar und in den Bergen spazieren.