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Es wirkt so, als habe man bei Edeka die Vatertagsversion entschärft und es nicht gewagt, Mütter als ebenso unfähig und bedrohlich darzustellen wie Väter (ironisch, versteht sich).

Stimmt aber nicht, teilt uns Edeka-Sprecher Gernot Kasel auf Anfrage mit: Änderungen an der Konzeption des Vatertagsfilms habe es nicht gegeben. Die Kampagne war von Beginn an so angelegt.

Die Replik sorgt zweifellos für ein runderes Bild und mehr Fairness. Entkräftet aber die Vorwürfe des Werberats nicht. Tut nur weniger weh - und aufgrund des ersten Spots ist ja nun auch die Botschaft gelernt und keiner ist mehr von diesem Film überrascht.

Die Facebook-Gemeinde nimmt den Spot wohlwollend auf. Edeka selbst erklärt auf seinem Marken-Profil:

Die Kampagne war von Beginn an sowohl für den diesjährigen Mutter- als auch Vatertag angelegt. Um die Kampagnenidee zu verdeutlichen, aber auch, weil wir uns der Kritik stellen möchten, anstatt sie zu verschweigen, haben wir uns dazu entschieden, auch den Online-Film zum Vatertag zu veröffentlichen.

Zitat: Edeka (via Facebook)

Außerdem entschuldigt sich Edeka via Facebook dafür, dass sich manche Nutzer vom ersten Spot brüskiert gefühlt hätten:

Wir möchten uns bei Ihnen und all denjenigen entschuldigen, die unseren Online-Film zum diesjährigen Mutter- und Vatertag anders als in der beabsichtigten Form aufgefasst haben. Zu keiner Zeit war es unsere Absicht, Mütter und Väter zu brüskieren, zu diskriminieren oder zu diffamieren. Die Kampagne war von Beginn an sowohl für den diesjährigen Mutter- als auch Vatertag angelegt. Um die Kampagnenidee zu verdeutlichen, aber auch, weil wir uns der Kritik stellen möchten, anstatt sie zu verschweigen, haben wir uns dazu entschieden, auch den Online-Film zum Vatertag zu veröffentlichen.

 

Zitat: Edeka (via Facebook)

Entschuldigt haben sich nach der Empörung, die der Muttertsagsspot ausgelöst hatte, sogar einzelne Märkte: So zum Beispiel der Edeka-Filialist Simmel, der in und um München präsent ist. Simmel-Edeka distanzierte sich mit Aufstellern ausdrücklich vom Muttertagsspot, den man als "diskriminierend und respektlos" empfinde.

Edeka-Händler Simmel widersprach der Muttertagskampagne.

Edeka-Händler Simmel widersprach der Muttertagskampagne.


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Die Lieblingsthemen von @DieRedakteurin reichen von abenteuerlustigen Gründern über Medien und Super Bowl bis Streaming. Marketinggeschichten und außergewöhnliche Werbekampagnen dürfen aber nicht zu kurz kommen.