Landtagswahl :
Wie Die Partei in Bayern Wahlkampf führt

Die Satire-Truppe Die Partei setzt bei den Landtagswahlen auf eine Mischung aus Provokation und Ironie. 

Text: Ulrike App

"Bayern ist schön" steht auf diesem Plakat.
"Bayern ist schön" steht auf diesem Plakat.

Kleine Parteien müssen sich etwas einfallen lassen, um aufzufallen. Die Satire-Truppe Die Partei ist da keine Ausnahme. Im Oktober stehen zwei Landtagswahlen an: zuerst Bayern (14. Oktober) und dann Hessen (28. Oktober). 

Für das südliche Bundesland hat sich Die Partei diesen Spruch ausgedacht: "Bayern ist schön", allerdings verkündet dies eine Kopftuch-Trägerin und die meisten Wähler dürften diese Worte gar nicht entziffern können. Der Kopfschmuck ist immerhin in den Landesfarben gehalten.

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Twitterer Martin Fuchs (@wahl_beobachter) hat diese Kombination entdeckt. "Besser kann man nicht plakatieren", so sein Kommentar zu diesem blau-weißen Duo.

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Parteichef Martin Sonneborn twittert weitere Fotos aus dem Bayern-Wahlkampf. Hier hat Die Partei ihre Botschaft taktisch klug vor einem AfD-Wahlstand platziert. 

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Der Kandidat Alexander Pschigoda aus München sorgt mit seiner Wahlwerbung für Aufsehen: "Nur illegale Drogen sind coole Drogen!", steht darauf. Doch Die Partei besetzt jedoch ebenso andere Themen - beispielsweise Bier und Wohnen, aber auch Armut. 

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Denn ab und zu mischen sich unter die Scherze, Provokationen und Ironie ein Hauch von politischer Aussage. Ein Motiv zeigt eine Frau, wie sie in einem Mülleimer wühlt. "Pfand rauf, Armut runter" steht da. Dieses Plakat hat die Vereinigung beispielsweise in Augsburg vor einem Discounter platziert. Und auch an der Edel-Shoppingmeile Maximilianstraße in München hängt die Werbung - in Nachbarschaft zu den Luxus-Marken. So können die Porsche-Fahrer einen Blick auf das Plakat werfen.

In der Maximilianstraße in München.

In der Maximilianstraße in München.


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Ulrike App
Ulrike App

ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.