Die Szenen und Bilder sind schauspielerisch herausragend umgesetzt, manches überhöht, grotesk, sie verstören und irritieren. Die Quirin Privatbank will ganz dezidiert polarisieren und spielt deshalb auch auf das politische Zeitgeschehen an. Hier sind die Filme:

"Die Leute sollen anfangen, konventionelle Banken und Finanzberater kritisch zu hinterfragen, die ihren Kunden vor allem Anlageprodukte verkaufen, an denen sie selbst verdienen", sagt Meusel. So gesehen gehe es darum, ein neues Bewusstsein bei den Menschen zu schaffen. Die Marke Quirin tritt deshalb in den Hintergrund, sucht den Dialog.

Die Verantwortlichen haben die Filme der Kampagne fast ohne fremde Agenturhilfe umgesetzt. Als Meusel im Sommer von Grey Berlin zu Quirin kam, war das Engagement von Tukur vertraglich schon fix. Der Marketer hat dann die Kampagnenstrategie auf- und die Spots umgesetzt.

Bei Social Media und Digital half Brandpunkt, Berlin. Die Media verantwortet Catchyou. Catchyou schaltet die Spots übrigens u.a. programmatisch anhand festgelegter Personas, trotzdem kommt auch das Fernsehen zum Einsatz. "Denn wir wollen ja eine breite Debatte anregen", so Meusel. Neue Spots gehen dann im Herbst on air.



Conrad Breyer, W&V
Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er interessiert sich für alles, was Werber:innen unter den Nägeln brennt, in Beratung, Strategie und Kreation. Besonders innovative Agenturmodelle haben es ihm angetan. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine. Vielleicht ist er deshalb auch Diversity-Beauftragter der SWMH geworden, der die W&V angehört.