Als Folge der Coronakrise stellt jeder Zehnte sein Geschäft komplett auf bargeldlose Bezahlung um und akzeptiert seitdem nur noch Kartenzahlungen. Sumup hat ermittelt, das die durchschnittliche Umsatzsteigerung von Kleinunternehmen bis zu 30 Prozent beträgt, wenn sie zusätzlich zum Bargeld Kartenzahlung anbieten.

Michael Sinnen ist Partner Manager beim Fintech Sumup, einem weltweit aktiven Anbieter von Mobile-Payment-Lösungen im stationären und Online-Handel. Er verantwortet die Growth-Strategien für bestehende Partnerschaften im SME-Bereich in Europa. Zuvor war er Schatzmeister und Vorstandmitglieder der deutschen NGO Liter of Light Germany.

Auf der virtuellen W&V-Konferenz #MachenWirDasBesteDraus Vol. 8 referiert er über krisensichere Zukunftsstrategien für kleine Händler. Los gehts am 1. September um 16 Uhr. Mit dabei sind außerdem unter anderem Michael Willeke von Coca-Cola, Sascha Martini von R/GA und Jochen Matzer von Red Rabbit. Hier geht's zum vollständigen Programm.

Michael Sinnen, Sumup

Ein sehr spannendes Beispiel für die erfolgreiche Geschäftsanpassung präsentiert das Hamburger Restaurant LüttLiv. Hier wurde das so beliebte wöchentliche Kneipenquiz, welches aufgrund der Corona-Maßnahmen nicht mehr durchgeführt werden konnte, kurzerhand online über die Social-Media-Kanäle durchgeführt. Passend dazu wurde ein Lieferdienst eingerichtet, sodass Kunden während der Ratezeit ihr Lieblingsessen aus dem Restaurant auch zu Hause genießen konnten.

Die Idee erfreute sich sehr positiver Resonanz bei den Gästen. So hatten sie während des Lockdowns nicht nur eine willkommene Abwechslung vom Alltag, sondern LüttLiv hielt den Kontakt zu seinen Gästen und konnte schon nach einer kurzen Geschäftspause auch weiterhin Umsatz generieren.

Bei vielen der Kleinunternehmer bewähren sich die Anpassungen des Geschäftsmodells auch über die Hochphase der Pandemie hinaus. 28 Prozent der befragten Klein- und Kleinsthändler wollen sie auch nach der Corona-Pandemie beibehalten. 21,5 Prozent möchten diese Änderungen hingegen zukünftig wieder einstellen und ihr Business so betreiben, wie sie es vor der Pandemie getan haben.

Goldene Regeln für Klein- und Kleinstunternehmen in Krisenzeiten

Für die Händler ist es wichtig, sich genau zu überlegen, wo sie in ihrem Business-Model nachjustieren können, um ihre Kundschaft nicht nur zu halten, sondern auch zu erweitern. Darüber hinaus sollten Händler und Dienstleister vor allem offen gegenüber Neuem sein. Es ist wichtig, auf die jeweilige Situation adäquat zu reagieren, um das Geschäft am Laufen zu halten. 

In der Corona-Krise hat sich gezeigt, dass es für Kleinst- und Kleinunternehmen auf frische und kreative Ideen ankommt, um finanziell durchzuhalten. Im besten Fall werden diese jetzt erfolgreich weiter genutzt, um mögliche Verluste auszugleichen und auf Dauer einen höheren Umsatz zu generieren und Neukunden zu gewinnen.



Autor: W&V Leserautor

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