Interview mit Philipp Ciba :
Wie man Breitbart vom Werbeumsatz abschneidet

Die rechtspopulistische Plattform Breitbart finanziert sich überwiegend durch Werbung - so lange sie noch Marken findet, die mit ihr zu tun haben wollen. Ein Hamburger Werber hat mit einem ganz einfachen Mittel Werbebudgets von Breitbart abgezogen. W&V hat mit ihm gesprochen.

Text: Frank Zimmer

07. Dec. 2016 - 33 Kommentare

Keine Chance für Breitbart: Cibas Anfrage an Werbekunden führte zu schnellen Reaktionen.
Keine Chance für Breitbart: Cibas Anfrage an Werbekunden führte zu schnellen Reaktionen.

Wer finanziert eigentlich Breitbart.com? Die rechtspopulistische Plattform, die jetzt auch nach Deutschland kommt, hängt am Tropf der Werbeindustrie. Viele Marken wissen gar nicht, dass ihre Banner auf der Seite erscheinen. Bis sie der Hamburger Werber Philipp Ciba darauf aufmerksam gemacht hat - und unerwartet klare Antworten erhielt. Werbungtreibgende wie Ebay, Nivea, E.On, Dell und die Deutsche Bahn erklärten sich sofort bereit, Breitbart auf die Blacklist zu setzen.

Herr Ciba, Sie haben ein Dutzend Markenunternehmen dazu überredet, keine Werbung mehr auf Breitbart.com zu schalten. Wie funktioniert so etwas?

Aus dem Gedanken heraus, dass man angesichts der kommenden Bundestagswahl nichts unversucht lassen sollte, habe ich in meinem Umfeld nach Mitteln und Wegen gesucht, wie man dem Populismus den Wind aus den Segeln nehmen kann. Die Ansprache richtet sich dabei ganz simpel an die schnell reagierenden Marketing- bzw. Social-Media-Abteilungen der Unternehmen. Hier wird zeitnah Stellung genommen und den Umstand in einem rechten Umfeld zu werben, will dann doch keine Marke auf sich sitzen lassen. Oder ganz simpel: Ich frage in einem Kommentar, wie es denn sein kann, dass in einem rechtspopulistischen Umfeld geworben wird und in wie weit die angesprochene Gruppe mit der eigentlichen Zielgruppe der Marke übereinstimmt. 

Was hat Sie dabei am meisten überrascht?

Überrascht hat mich tatsächlich die schnelle und unbürokratische Einsicht und die damit einhergehende Positionierung gegenüber Breitbart.com und deren Inhalten. Weit mehr überrascht waren aber die angesprochenen Unternehmen, die in der Regel nichts von besagten Werbeschaltungen wussten.

Wollen Sie weitere Unternehmen ansprechen?

Weitere Unternehmen sind bereits angesprochen. Die Antworten stehen noch aus.

Breitbart-Fans werden jetzt von einem Werbe-Boykott und einem Angriff auf freie Medien sprechen. Was würden Sie Ihnen entgegnen?

Marken sind in der Regel keine öffentlichen Institutionen und können somit selbst evaluieren, in welchem Umfeld sie werben und welche Zielgruppe sie ansprechen wollen. Das Recht auf freie Meinungsäußerung bleibt dabei natürlich unangetastet. Auch der Verbraucher kann selbst entscheiden, eine Positionierung von den Unternehmen zu verlangen. Jeder gekaufte Artikel und jede Dienstleistung zahlt schließlich in monetärer Form anteilig auf das Werbebudget ein.

Gerald Hensel von Scholz & Friends hat auf seinem privaten Blog neulich dazu aufgerufen, Breitbart keine Redaktionsräume zu vermieten. Würden Sie auch soweit gehen?

Ich stehe derzeit in regem Austausch mit Herrn Hensel und unterstütze seine Bestrebungen ohne Vorbehalte. Die von ihm publizierten Aussagen treffen in der Branche und darüber hinaus auf starke Zustimmung. Die Frage, ob rechter Hetze eine Plattform geboten werden soll, stellt sich mir dabei gar nicht. Unter dem Hashtag #KeinGeldfürRechts kann sich hier jeder selbst engagieren.

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Autor:

Frank Zimmer

Redaktionsleiter Online mit analogem Migrationshintergrund. Seit 1996 im Internet. Buchautor („Der Social-Media-Rausch“) und Gelegenheitsblogger. Interessiert sich für digitale Kommunikation und Design Thinking. Hat eine Schwäche für Agenturen, weil er mal in einer gearbeitet hat.



33 Kommentare

Kommentieren

Anonymous User 13. Dezember 2016

@ioniation
Breitbart ist weder rassistisch noch sexistisch, von daher kein Widerspruch zu diesen Compliance-Anforderungen.

Anonymous User 9. Dezember 2016

"Marken sind in der Regel keine öffentlichen Institutionen und können somit selbst evaluieren, in welchem Umfeld sie werben und welche Zielgruppe sie ansprechen wollen"
Und was macht die ideologiosche Oberaufsicht des Herrn Hensel, damit ja nicht "falschen Umfeld" Werrbung geschlatet wird? Er ignoriert die "Selbstevalurierung" einfach und gibt selbstverständlich vor wo man es nicht sollte.
Sind wir inzwischen so weit, alles und jeden zu Bevormunden? Meinungsfreiheit scheint für solche Menschen nur die Freiheit ihrer subjektiven eigenen Meinung zu sein und was falsch und richtig zu sein hat bestimmen offenbar nicht mehr Gesetze, sondern Herrschaften, die Intoleranz als Toleranz sehen. Es geht bei Werbung nicht mehr darum Interessenten für ein Produkt zu gewinnen, sondern nur noch die "richtigen Käufer" anzusprechen und wer diese sind bestimmt nicht mehr die Kaufkraft, sondern die Ideologie solcher Herrschaften.
Schöne Werbung für engstirnige Hohlkköpfe, die eigentlich in der "Werbung" nichts zu suchen haben. Was soll das nächste sein, das Schwarzbvrotverbot, oder kein Bezin mehr für Heteros,. Brücken sperren für AfD-Mitglieder? Solche Deppen fühlen sich sooo frei und nehmen sich diese Freiheit alle mit anderer Meinung einschränken zu dürfen. Die Freiheit auch eine Sache anders zu beurteilen, die gibt es offenbar nicht.
Leute warum arbeitet ihr eigentlich nicht in Nord-Korea? Das muss doch das wahre Land eurer Träume sein!

Anonymous User 8. Dezember 2016

Wie lächerlich sich diese Leute angesichts der Bewegung ,die einer Lawine ähnlich,sich gegen ihre Meinungshoheit,ihre Indoktrinationsversuche a la Volkserziehung des Sozialismus in der DDR,die hier seit 2 Jahrzehnten und nunmehr gepuscht durch Grüne und eine sozialisierte CDU,glaubte am Ziel zu sein,machen.Sie kapieren es einfach nicht.Wir können lesen,was wir wollen,kaufen,was wir wollen und vor Allem ablehnen,was wir wollen.Wir brauchen sie nicht und am Ende sind sie Geschichte

Anonymous User 8. Dezember 2016

Ich kann nur hoffen das Breitbart möglichst bald nach Deutschland kommt.
Dieses Land braucht dringend unabhängige Gegenöffentlichkeit gegen die Lückenpresse.

Anonymous User 8. Dezember 2016

Ich werde jetzt ganz bewusst die Produkte der Firmen die sich an diesen Nazi Methoden beteiligen boykottieren und hoffe das andere dies ebenfalls machen.

Anonymous User 8. Dezember 2016

Ich finde es überaus beschämend, dass ein großer Teil der Menschen heute intellektuell nicht in der Lage zu sein scheint, zwischen Konservativ und Rechtspopulistisch zu unterscheiden.
Dass sich W&V dazu hinreißen lässt, Tatsachenbehauptungen eines Philipp Ciba ungeprüft und widerspruchslos zueigen zu machen (ist es heutzutage schon Rechtspopulismus, wenn man Anstoß daran nimmt, dass in Deutschland durchschnittlich alle fünf Minuten ein Kind abgetrieben wird?), spricht für sich.
Ob es sich bei dem Aktionismus des namenlosen Herrn Ciba um reine Geltungssucht oder um eine geschäftsfördernde PR-Aktion handelt, vermag ich nicht zu beurteilen.

Anonymous User 8. Dezember 2016

Es gibt kein dümmeres Volk, als das deutsche....Um eine Parole, die man ihnen gab,verfolgen sie ihre eigenen Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde. ( Napoleon Bonaparte)
Im Nebel des "Kampf-gegen-Rechts" - Wahns merkt die hirnbetäubte Masse nicht, von wo die tatsächliche Bedrohung kommt. Krankes Deutschland !

Anonymous User 8. Dezember 2016

Man muss Hensel und Ciba und den anonymen Hetzern dankbar sein. Für Breitbart ist das ein Stahlbad, schon vor Gründung lernen sie die Verhältnisse in der grünlinken Republik kennen und stellen sich entsprechend auf. Damit profitieren sie von den Erfahrungen die Compact, Kopp, Sezession, EF, Junge Freiheit u.a. schon gemacht haben. Der Markt ist groß genug Breitbart mit zu tragen, egal wieviele Hensels, Cibas und irgendwelche grünlinke Kotzbrocken das gern anders hätten.

Anonymous User 8. Dezember 2016

Ein wunderbares Beispiel von gelebter "Meinungsfreiheit"!
Man gibt einfach vor, welche Meinung weiter die Freiheit hat und welche nicht.
Die Werbeschaffenden schaffen sich so langfristig selbst ab, denn sie sägen kräft am Ast auf sie selbst sitzen. Werbung wird politisch korrekt verteilt. Hat man wirklich nichts gelernt, wird zukünftig die Werbung sich selbst so weit selbst stutzen und nach ideologischen Vorgaben arbeiten? Dann fangt mal an, denn Coca Cola & Friends warten auf solche Gesinnungswerbemacher.

Anonymous User 8. Dezember 2016

Gibt es eine Seite mit allen Firmen welche mitgemacht haben?

Anonymous User 8. Dezember 2016

Gibt es eine Seite mit allen Firmen welche mitgemacht haben?

Anonymous User 8. Dezember 2016

Wir haben bereits anfang des jahres auf moegliche image schaeden dzrch werbung auf rechten websites hingewiesen und aufgezeigt wie man es im google display netzwerk unterbinden kann http://www.sem-deutschland.de/werben-wir-unbemerkt-auf-rechtsradikalen-websites-im-google-displaynetzwerk/

Anonymous User 8. Dezember 2016

Wir haben bereits anfang des jahres auf moegliche image schaeden dzrch werbung auf rechten websites hingewiesen und aufgezeigt wie man es im google display netzwerk unterbinden kann http://www.sem-deutschland.de/werben-wir-unbemerkt-auf-rechtsradikalen-websites-im-google-displaynetzwerk/

Anonymous User 8. Dezember 2016

Ernsthaft? Hier stellen sich manche als die (neuen) Juden dar? Geht´s noch?

Was ihr erwartet: Werbetreibende zu zwingen, dort zu werben. Wollt ihr das auch für Printmedien? Zeitung XY hat zu wenig Werbeeinnahmen, dann zwingen wir Unternehmen A, B und C dazu, dort Werbung zu schalten?

Anonymous User 8. Dezember 2016

Bleibt nur die Frage, ob die links-liberale Seite, die Kaufkraft der konservativen Seite vollständig ersetzen kann. Die Aktion mag, die Werbeeinnahmen der "neu rechten Seiten" schmälern, könnte aber auch die Umsätze der Unternehmen treffen, die sich an einem solchen Gesinnungsterror beteiligen. Da die Unternehmen, die dort mitmachen, sich klar zu Stasi-, Gestapo-, Nazi- Methoden bekennen, könnte es sein, dass Menschen, die sich zu Demokratie und Meinungsfreiheit bekennen, diese Unternehmen auf Ihre persönliche Blacklist setzen. Bis jetzt hatte das Gesetz entschieden, was durch die Meinungsfreiheit gedeckt ist und was nicht. Mag der Herr Hensel recht haben, dass die Unternehmen entscheiden können, wo sie Werbung schalten und wo nicht, aber der Konsument kann genauso entscheiden, ob er dann die Produkte diese Unternehmens weiterhin konsumiert. Wo man dann, wieder bei der Kaufkraft der Zielgruppen wäre. Für mich war es nie wichtig, was ich wo, von wem oder für wie viel gekauft habe, aber dies Kampagne, schaft den Anreiz zum bewussten Konsum.

Anonymous User 8. Dezember 2016

Wie weit ist man dann noch von "kauft nicht bei Juden" entfernt?

Anonymous User 7. Dezember 2016

@Hans:
Heul doch, Nazi.

(Nur, um mal eine Niveauentsprechung zu etablieren.)

Anonymous User 7. Dezember 2016

Eure Denunziantenkultur läuft auf "Kauft nicht beim Juden!" hinaus.

Anonymous User 7. Dezember 2016

Was ich aber noch erwarte, ist eine "schwarze Liste" / Blacklist, die irgend eine (idealerweise steuersubventionierte) "NGO" gegen gebühr (oder gar "kostenlos") - so in etwa wie "in Absprache mit den staatsnahen Gerechtigkeitsverbänden, Flüchtilantierungslobby und dem Innenministerium" - "täglich pflegt" und die automatisiert in Werbeplanungssoftware eingebunden werden kann. Werbefirmen können dann damit "werben" - "rechtsfreie Werbung" anzubieten...

Anonymous User 7. Dezember 2016

Selbst Orwell muss nun als Kronzeuge für krude rechte Verschwörungstheorien herhalten. Der dreht sich jetzt gerade im Grab um.

Anonymous User 7. Dezember 2016

Mal als Hinweis an die, die jetzt hier von Zensur usw.. daher reden: Vorrangig geht es auch darum, dass die betroffenen Unternehmen dort nicht auftauchen wollen, und sie letztlich dankbar sind, wenn sie angesichts der Automatisierung von Mediaplanung überhaupt solche Hinweise erhalten. Schon krass, w&v ist eigentlich ein Magazin für Fachleute, aber hier tummeln sich ganz andere, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben.

Anonymous User 7. Dezember 2016

Frau Fricke, Drogen- und Menschenhandel sind verboten und das ist im StGB geregelt. Eine abweichende Meinung zu haben nicht. Jetzt bin ich mal auf die Erklärung gespannt, wie Sie eine unbequeme Meinung und oder rechte Meinung zu haben, respektive solche Meinungen zu publizieren, mit Kapitalverbrechen wie Menschenhandel vergleichen wollen.
Und wenn Sie schon einmal dabei sind, können sie ja vielleicht mal belegen, wo Breitbart irgendwelche Menschen auf "Abschusslisten" gesetzt hat.
Alle reden immer davon, wie schlimm Breitbart doch angeblich ist. Wenn man auf die Seite geht, kann man nur leider nichts illegales oder verbrecherisches finden. Man kann von Trump halten was man will, oder von Milo's Pöbeleien. Aber pro-Trump berichten oder ein lockeres Mundwerk zu haben, ist (glücklicherweise) auf dieser Seite des Globus zumindest noch nicht verboten.

Anonymous User 7. Dezember 2016

@thomas Breitbart ist ein Thema für den deutschen Markt, weil 1. die Seite auch hier gelesen wird und vor allem: 2. eine deutsche Ausgabe vorbereitet.

https://www.facebook.com/Breitbart-Deutschland-218206288618741/?ref=ts&fref=ts

Anonymous User 7. Dezember 2016

Kenne die Seite nicht. Ich zitiere mal unser ungeliebtes Wikipedia:
"Breitbart News zählt zu den wichtigsten politischen Webseiten und liegt auf Platz 34 der meistgelesenen Medienseiten der USA. Politisch wird sie rechtskonservativ bis rechtspopulistisch verortet..."

Wenn das die Seite ist um die es hier geht (?) - Keine Ahnung warum es in Deutschland ein Thema ist.
Aber es wäre doch fatal dort nicht zu werben wenn es wirklich "die wichtigste politische Webseite..." ist. Ist ja scheinbar keine Partei bzw. steht den Republikaner "nur" nahe. Trump hin oder her.

Problematischer finde ich eher Werbung von Unternehmen auf Parteiwebseiten. Egal welcher.

Anonymous User 7. Dezember 2016

Je weiter sich eine Gesellschaft von der Wahrheit entfernt, desto mehr wird sie jene hassen, die sie aussprechen.
George Orwell

Anonymous User 7. Dezember 2016

"Nazischweine" erkennt man zur Zeit am sichersten daran, dass sie alle anderen / alle Kritiker als "Nazischweine" titulieren. Das ist nicht nur besonders perfide - sondern auch neu. Die "echten" Nazis standen wenigstens noch dazu, dass sie "Nazischweine" waren. Die heutigen Nazis sind vor allem wehleidige Nullnummern, die sich am liebsten selbst als Opfer stilisieren.

Anonymous User 7. Dezember 2016

Hat das noch der Praktikant geplant oder ist das schon programmatic?

Wahrscheinlich haben der schaltende Mediaplaner und sein Werbekunde wahre Glücksmomente gehabt, als der Vermarkter ein "run of network" mit 92,7% Rabatt angeboten hat. "Mensch, Herr MüllerMeierSchmidt, das machen wir, das sind ja nochmal 1,1 % Rabatt on Top. Wahnsinn!".

Wer billig brieft, der kriegt auch billige Pakete mit ganz vielen Überraschungen. Blöd nur, wenn's jemand merkt. Es lebe die digitale Euphorie! Null Streuverluste, top Qualitätsumfelder und das sensationell günstig. Wenn's so weiterläuft such ich mir nen Job als Zuhälter. Der rangiert demnächst auf der Rangliste der angesehensten Berufe deutlich vor Mediaplaner.

Anonymous User 7. Dezember 2016

Wenn man Sachen wie "linksfaschistische Nazischweine" liest, sieht man, dass die Aktion scheinbar wirkt :-)

Anonymous User 7. Dezember 2016

Wie man linksfaschistische Nazischweine an ihren Aktionen erkennt.

Anonymous User 7. Dezember 2016

@ioniation...Zitat:"dass man sich verpflichtet, keine Arbeit zu machen, die rassistisch, sexistisch etc. ist. ..."

Das macht Breitbart oder wie diese Seite/n heißen ja auch nicht.
Es wird dieser Seite nur ein "rechtspopulistisches Umfeld" unterstellt. Das kann alles oder nichts sein.

Das könnte auch für Werbung bei der CSU gelten... oder im Umkehrschluß für Seiten im "linkspopulischem Umfeld" bei der Linken oder den Grünen....

Anonymous User 7. Dezember 2016

@Horst, das ist wahr, wer mit Rechtsextremen keine Geschäfte macht, minimiert seinen Umsatz. Deutlich weniger Gewinn haben in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts übrigens auch die Leute gemacht, die darauf verzichteten, das Küchenbuffet ihrer deportierten Nachbarn in die eigene Küche zu tragen (brauchen die ja eh nicht mehr). Ich persönlich z.B. verzichte jeden Tag darauf, richtig fette Gewinne zu machen, indem ich mich aus Drogen- oder Menschenhandel raushalte. Ist vielleicht aus rein wirtschaftlichen Erwägungen nicht klug, aber meine Definition von "Unternehmerischer Verantwortung" hat ihren Fokus nun einmal auf "Verantwortung". Und selbst, wenn einem ganz egal ist, wem die Bude über dem Kopf angezündet wird (wenn die erst mal weg sind, brauchen sie die ja eh nicht mehr), sollte man mal bedenken, dass das Leben nicht mehr ganz so angenehm ist, wenn man seinen mit fetten Umsätzen erworbenen Porsche durch eine Welt fährt, in der man nicht mehr sicher sein kann, dass man nicht der nächste ist, der auf der rechten Abschuss-Liste steht. Ich für meinen Teil habe jedenfalls nicht vor mich - nun ja - zum Horst zu machen.

Anonymous User 7. Dezember 2016

Man müsste eigentlich mal nachfragen, wie verträglich das Schalten der Anzeigen mit den Compliance Bestimmungen der Konzerne wie WPP oder Omnicom ist. Ich kann mich an die explizite Formulierung erinnern, dass man sich verpflichtet, keine Arbeit zu machen, die rassistisch, sexistisch etc. ist. Ist das Akzeptieren der Online-Schaltung auf Seiten wie Breitbart nicht in direktem Widerspruch zu diesen Compliance-Anforderungen? Wie sieht das bei Media Agenturen in den Holdings aus? Kennt sich jemand bei der Materie aus und kann eine rechtliche Einschätzung geben?

Anonymous User 7. Dezember 2016

Politik ist insgesamt Populismus. Der populistischste Satz der letzten Zeit war aus Marketingsicht doch "Wir schaffen das"...

Auf der anderen Seite muss man auch wissen das auch die "Wutbürger", AFD Wähler oder angeblichen Rechts-Populisten ganz klar Umsatz machen.
Egal ob Lieferheld, Nivea, Ebay oder andere Unternehmen. Wer auf diese Gruppe verzichtet minimiert seinen Umsatz und seine Zielgruppe deutlich. Ganz klar.

Nur linke Klientelpolitik bringt weder Werbung noch Land weiter.

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