2) Werteorientierung

Werte sind das, was ein Unternehmen antreibt und erfolgreich macht. Auch die Kommunikation entwickelt sich ja zunehmend von einer ziel- zu einer werteorientierten - dank Social Media. Und so gilt für Jubiläumsfeiern: Die Leute wollen die Werte erleben, für die das Unternehmen steht und sich damit identifizieren können.

Dabei ist wichtig: Werteorientierung entfaltet erst im Zusammenspiel mit Authentizität ihr ganzes Potenzial. Werte, die nur auf dem Papier stehen, Leitbilder, die von der Realität weit entfernt sind, wirken nicht nur im Unternehmensalltag wie Störfelder. Ihre Firma setzt sich für Geflüchtete ein? Pflegt flache Hierarchien? Fördert junge Talente? Komisch, wenn dann auf der Bühne nur der Vorstand steht. In der Jubiläumskommunikation potenziert sich die negative Wirkung solcher Vergehen.

3) Digital Activation

Auf Social Media kann kein Jubiläumsevent mehr verzichten. Weil die Teilnehmer sie selbstverständlich einsetzen, tut ein Unternehmen gut daran, hier gestaltend einzugreifen. Aber Achtung: Social Media als passives Posting-Tool zu verstehen, wäre fatal. Digital braucht Interaktion. Wer nur informiert, hält das Medium nicht am Leben.

Das Potenzial aber aktiv zu nutzen, sei es durch Flashmob-Aktionen, die Einbindung von Hackathons, Instant-Abfragen, Influencer, die Live-Übertragung einer Veranstaltung im Netz, ist eine Kunst. Hier gilt es, eine Vielzahl von Formaten anzubieten, die zu unterschiedlichen Alters- und Zielgruppen passen und ein möglichst hohes Aktivierungs- und Partizipationspotenzial bieten.

Während der Veranstaltung hilft der Einsatz von Social Media, schnell und unmittelbar auf die Kollegen reagieren zu können, die vor Ort sind. Im Nachgang unterstützen sie dabei, das Thema im Gespräch zu halten und Stories rund um das Jubiläumsjahr zu platzieren.

4) Partizipation

Aus passiven Konsumenten werden aktive Marktteilnehmer. Für Unternehmen heißt das: Schluss mit Berieseln. Das Programm mitzugestalten, ist für Mitarbeiter das A und O der Eventplanung. Nur so lässt sich Gemeinschaft stiften.

Wer also im stillen Kämmerlein sein Jubiläumsevent konzipiert, schöpft nur einen Bruchteil des kommunikativen Potenzials aus. Wirklich nachhaltig wirkt es erst dann, wenn die Zielgruppe Inhalte und Formate mitbestimmen kann.


Autor:

Conrad Breyer, W&V
Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LSBTI-Rechte, insbesondere in der Ukraine.