Social Media :
Wie man mit Messenger für die Ehe für alle wirbt

Die Eismarke Ben & Jerry's wirbt mit eigens entwickeltem Online-Messenger für die Ehe für alle. Parallel dazu läuft eine Social-Media-Kampagne.

Text: Conrad Breyer

Pink Campaigning mit Ben & Jerry's
Pink Campaigning mit Ben & Jerry's

Die Eismarke Ben & Jerry's engagiert sich für die Ehe für alle: Möglichst viele Lesben und Schwule sollen auch in Deutschland künftig heiraten können. Bislang gibt es für Homosexuelle lediglich die eingetragene Lebenspartnerschaft.

Die Hamburger Werbeagentur Dokyo hat für ihren sozial engagierten Kunden einen Online-Messenger entwickelt, der es willigen Bürgern leicht macht, sich für die gute Sache einzusetzen. User können ihren örtlichen Bundestagsabgeordneten direkt anschreiben und werden so Teil einer Community, die die Öffnung der Ehe für alle einfordert. Dokyo glaubt an den Erfolg der Kampagne, da einer Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zufolge 83 Prozent der Deutschen die Ehe für alle befürworten. Nur die Regierung blockt seit Jahren.

Einfach, aber wirksam

"Millennials haben auf jeden Fall Lust, sich gesellschaftlich zu engagieren", sagt Oliver Eichhof, der Projektverantwortliche bei Dokyo. "Aber als Digital Natives haben sie einen hohen Anspruch – man darf es ihnen nicht unnötig kompliziert machen, dann sind sie sofort weg. Daher war ein einfaches Tool wichtig."

Parallel dazu spricht die Agentur Menschen auf Facebook und Instagram an. In nur 14 Tagen haben bereits 34.000 Menschen mitgemacht und ihren örtlichen Bundestagsabgeordneten angeschrieben.


Autor:

Conrad Breyer, W&V
Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LSBTI-Rechte, insbesondere in der Ukraine.