Das Unternehmen hatte eigens beim Meinungsforschungsinstituts Civey eine Umfrage in Auftrag gegeben. Das Thema: Wem glauben die Deutschen? Nur in einem Punkt sind sich die Bundesbürger einig: Sehr viel glaubwürdiger als Politiker, Kirchenvertreter oder Unternehmen ist der eigene Nachbar. So geben weit mehr als die Hälfte der Befragten (58 Prozent) an, dass sie ihrem Nachbarn sehr stark bis stark vertrauen. 

McDonald's' 2019er-Kampagne.

McDonald's' 2019er-Kampagne.

Während fast die Hälfte der Deutschen (43 Prozent) darauf vertraut, dass einige Markenunternehmen ihre Kundenversprechen tatsächlich einlösen, sind fast ebenso viele (38 Prozent) jedoch vom Gegenteil überzeugt. Woher wissen die Deutschen, wem oder was sie glauben können? Hier liegen die traditionellen Informationsquellen weit vorn – und überrunden sogar das persönliche Umfeld. So setzen 27 Prozent der Befragten auf Printmedien und 24 Prozent auf Radio und Fernsehen, wenn sie sich in einer aktuellen Debatte eine Meinung bilden wollen. Mit großem Abstand folgen Online-Medien und Social Media (11 Prozent/22 Prozent bei den 18- bis 29-Jährigen). Weitabgeschlagen sind hier Freunde, Bekannte und Kollegen (5 Prozent), politische Akteure (5 Prozent) und sogar die eigene Familie (5 Prozent). Und fast 18 Prozent der Befragten geben an, bei der Meinungsbildung ganz einfach niemandem zu glauben.

"Die Umfrage bestätigt: viele Institutionen leiden unter Glaubwürdigkeitsverlust", so Wachholz. "Dabei ist Glaubwürdigkeit und daraus resultierend Vertrauen nicht nur grundlegend für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft, sondern natürlich auch die Basis für unsere eigene Kommunikation als Marke mit dem Gast. Denn ein Dialog ohne gegenseitiges Vertrauen ist für beide Seiten nicht zielführend."

Bereits 2017 versprach der Burgerbrater in seiner Jahreskampagne "Die Wahrheit über McDonald's" zu sagen. Die Marke versuchte unter anderem mit Hilfe einer Website, Gerüchte über die hauseigenen Produkte zu bekämpfen. 


Autor:

Ulrike App
Ulrike App

ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.