Aufklärungsaktion: "Die Wahrheit über McDonald's" :
Wie McDonald's Fake News enttarnt

"Die Wahrheit über McDonald's" - das verspricht die Fastfood-Marke den Verbrauchern. McDonald's versucht unter anderem mit Hilfe einer Website, Gerüchte über die hauseigenen Produkte zu bekämpfen.

Text: W&V Redaktion

- 2 Kommentare

Das Motto lautet "Die Wahrheit über McDonald's".
Das Motto lautet "Die Wahrheit über McDonald's".

"Die Wahrheit über McDonald's" - das verspricht die Fastfood-Marke den Verbrauchern. In Zeiten von "alternativen Fakten" und "Fake News" liegt es aus Unternehmenssicht durchaus nahe, den (potenziellen) Kunden "echte" Fakten zu bieten. Im Netz hat McDonald's eine Seite zur "Wahrheit" eingerichtet. Die Marke versucht auf diese Weise, negative Gerüchte über die eigene Produktpalette zu kontern. Dazu gehören: Der Fisch ist eigentlich gar kein Fisch. Oder: In den Pommes sind Sägespäne verarbeitet.

Um nicht nur über die eigenen Produkte zu referieren, greift McDonald's in den Print- und Out-of-Home-Motiven verbreitete Mythen auf: "Küssen macht schwanger. Glaub nicht alles, was man dir erzählt" steht auf einem Plakat - inklusive Hinweis auf die Website mit Erklärungen und Hintergründen. 

Im Laufe des Jahres will McDonald's nacheinander verschiedene Gerüchte thematisieren. Ab Ende Januar ist erst einmal der "Fisch" dran. Das Unternehmen erläutert im Netz, welche Firmen welche Zutaten für den Burger "Filet-o-Fish" liefern. Dazu gibt es noch Kurz-Filme oder Spiele. 

Auf Facebook streut McDonald's gerade den singenden "Pen Pineapple Apple Pen"-Fisch.

Allerdings kann der Fisch noch ganz andere Geräusche:

In den kommenden Monaten sollen die beiden Agenturen Salt Works und Leo's Thjnk Tank noch einen TV-Spot und eine Kino-Aktion entwickeln, wie Susan Schramm, Chief Marketing Officer McDonald's Deutschland, angekündigt.

McDonald's versucht seit einigen Jahren für mehr Transparenz zu sorgen, um skeptische Konsumenten zu überzeugen. 2013 startet das Unternehmen beispielsweise die Dialog-Plattform "Unser Essen. Eure Fragen".


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W&V Redaktion
W&V Redaktion

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2 Kommentare

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Anonymous User 30. Januar 2017

Die Methode ist gut durchdacht: Man nimmt andere Falschmeldungen ins Visier und suggeriert damit, dass auch über das eigene Unternehmen Falschmeldungen kursieren könnten. Ob es funktioniert, mag ich bezweifeln. Die Botschaft könnte nämlich auch sein: Na ja, schau bei McDonalds zweimal hin, bevor Du was von denen glaubst.
Bernd Schüßler
Marketingberatung Freiburg

Anonymous User 30. Januar 2017

Fritz the Fish bringt's auf den Punkt. Klasse gemacht!

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