"In China haben Influencer ein noch höheres Gewicht beim Einfluss auf die Wahrnehmung einer Marke als im Westen", erklärt Lars-Alexander Mayer, Geschäftsführer von TD Reply. Man sehe branchenübergreifend immer wieder beeindruckende Beispiele dafür, wie stark die Zusammenarbeit mit chinesischen Infuencern westlichen Marken mehr Aufmerksamkeit in China verschafft. "Ganz wichtig ist es jedoch, mit dem richtigen Influencer zusammenzuarbeiten", weiß Mayer. Hierbei können spezialisierte Social-Listening Tools helfen.

Gefolgt wird Louis Vuitton von der Marke Tom Ford, die diesen Oktober ihren weltweit größten Store in Guangzhou eröffnete und den Launch mit attraktiven Preisnachlässen zum Singles' Day begleitete. Mit dem Eyewear-Spezialisten Bolon auf Platz drei und dem Sportartikel-Hersteller Li-Ning auf Platz vier finden sich aber auch zwei chinesische Marken in den Top 5. Der deutsche Sportmode-Riese Adidas landet auf Platz fünf und konnte somit leicht mehr Aufmerksamkeit generieren als Hauptkonkurrent Nike.

Neue Plattformen holen auf

Von den Plattformen haben mit 65 Prozent Tmall und Taobao den höchsten Anteil am Buzz-Volumen. Dies ist wenig überraschend, da die Mutter Alibaba Group den Singles' Day als Online-Shopping-Feiertag ins Leben gerufen hat. Tmall.com ist mit einem Anteil von 52 Prozent  damit die mit Abstand relevanteste Plattform für Mode- und Luxusmarken, gefolgt von JD.com mit rund 26 Prozent. Als Neuling im Mode- und Luxusbereich konnte aber auch Suning, ehemals auf Verbraucherelektronik spezialisiert, rund sieben Prozent des BUzz auf sich ziehen. Dabei kündigte das Unternehmen erst im August an, künftig auch Luxusartikel online verkaufen zu wollen.

"Chinas riesige Plattform-Landschaft wächst kontinuierlich und wir werden in den nächsten Jahren mit Sicherheit einige Veränderungen erleben,“ sagt Lars-Alexander Mayer. Für westliche Marken sei es wichtig, anhand der Nachverfolgung des chinesischen Konsumentenverhaltens im Internet diese Veränderungen früh zu erkennen und zum eigenen Wettbewerbsvorteil auszunutzen. Gerade von den deutschen Unternehmen mache das zum jetzigen Zeitpunkt nur eine sehr überschaubare Anzahl von Unternehmen.



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Autor: W&V Redaktion

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