Kampagne für QLED-Fernseher :
Wie Samsung eine Milliarde Farben sichtbar macht

Der neue Fernseher von Samsung soll eine Milliarde Farben darstellen. Eine Herausforderung für die Kampagne. Dafür musste die Agentur sogar eigens Software programmieren.

Text: Anja Janotta

Der 1 Billion Farben-Film von Samsung.
Der 1 Billion Farben-Film von Samsung.

Eine Milliarde Farben - dieses Spektrum kann Samsungs neuer Fernseher QLED TV auflösen. Mit diesem Anspruch ging der Elektronikhersteller auch an seine Poduktkampagne heran. Denn auch der Film, der auf den Samsung-Geräten im Elektronikfachhandel den USP des Geräts bewirbt, sollte das gesamte Spektrum von einer Milliarde Farben darstellen können. Dazu musste die Agentur R/GA in New York sogar eigens eine Software programmieren, die fehlende Informationen ergänzt.

Das Ergebnis ist ein ordentliches Spektakel. Explodierende Bilder und Stills zeigt "Die Stimme des Lichts", während die Kamera auf Fahrt durch das morgendliche Paris geht. Dabei treffen einzelne Sonnenstrahlen auf verschiedene Situationen und produzieren ein Spiel von Farben und Materialien.

Der Algorithmus, den R/GA programmiert hatte, musste nach dem Filmdreh die Farbreduktion, die in der Nachbearbeitung durch die Dateikomprimierung entstanden war, wieder ausgleichen. Mithilfe des Programms wurden Farben wiederhergestellt und dazu der Farbbereich noch weiter ausgebaut. R/GA hofft nun auf eine weitere Vermarktung ihres neuen Tools im Bereich der Postproduktion. "In dem Sinne, in dem neue TV-Geräte und Screens die Ausspielung immer größerer Farbbreiten ermöglichen, kann dieses Tool vor allem für die Film- und Content-Industrie bedeutsam sein. Wir glauben, dass unsere Software auch über diese Kampagne hinaus wertvolle Anwendungsmöglichkeiten bietet", sagt Michael Hirsch, Data Science Lead, R/GA.

Gezeigt wird der Film auf den Samsung QLED Geräten in Elektronik-Fachgeschäften.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.