Amazon :
Wie sich Amazon Echo auf Marken auswirkt

Amazons smarte Sprachassistentin Alexa hält Einzug in deutsche Haushalte. Das hat Auswirkungen auf Marken und ihre Beziehung zum Kunden. Warum es sich lohnt, von Anfang an dabei zu sein.

Text: Lisa Priller-Gebhardt

Amazon Echo bestellt Pista und Pasta bei Lieferando
Amazon Echo bestellt Pista und Pasta bei Lieferando

Amazons Sprachassistentin Alexa ist seit Februar auch in Deutschland im freien Verkauf erhältlich. Seitdem arbeiten Medien und Unternehmen mit Hochdruck an sogenannten Skills. Sie funktionieren wie Apps, die auf Sprachbefehle reagieren. Alexa liest Nachrichten vor, sagt das Wetter an und erzählt Witze. Nutzer profitieren davon, Geschäftsmodelle für Nachrichten- und Radioangebote gibt es allerdings noch keine.

Markenbindung von Anfang an

Lohnender dürfte das Engagement für Handelsunternehmen sowie Dienstleister sein. Vor einer Woche startete Lieferando.de den ersten Skill zur Essensbestellung – Pizza und Pasta gibt es jetzt auch über Sprachsteuerung. Ebenfalls an Bord: Mytaxi. Die Unternehmen haben erkannt, wie wichtig es ist, von Anfang an dabei zu sein.

Denn Alexa-Besitzer, die sich einmal dran gewöhnt haben, eine bestimmte Marke zu nutzen, werden bei dieser vermutlich auch bleiben. "Marken, die sich nicht mit Amazons digitaler Assistentin beschäftigen, werden hier in Zukunft keine Rolle spielen, außer der Nutzer sucht gezielt nach einer bestimmten Brand", sagt Alisa Türck, Geschäftsführerin bei Pilot in Hamburg. Wer bei Amazon nicht stattfinde, werde das in den Verkaufszahlen spüren. Sollte sich Amazon Echo als Massenprodukt durchsetzen, sei das "sogar existenzbedrohend", meint Türck.

Was Marketingentscheider von Sprachassistenten halten, welche Chancen und Risiken der neue Service bietet und wie Nutzer zu Alexa stehen, lesen Sie in der Titelgeschichten der aktuellen W&V (EVT 10.4.). Einzelheft bestellen.


Autor:

Lisa Priller-Gebhardt
Lisa Priller-Gebhardt

schreibt als Autorin überwiegend für W&V. Im Zentrum ihrer Berichterstattung steht die geschwätzigste aller Branchen, die der Medien. Nach der Ausbildung an der Burda Journalistenschule schrieb sie zunächst für Bunte und das Jugendmagazin der SZ, Jetzt. Am liebsten sind ihr Geschichten der Marke „heiß und fettig“.