Zalando, Spee und das Dekolleté von Schöneberger: Werbeparodie kämpft um den Deutschen Webvideopreis

Ralph Ruthe nimmt sich das deutsche Werbefernsehen vor. Sein Video "Werbeparodien" ist für den Webvideopreis 2012 nominiert. Zu Recht? Schauen Sie selbst.

Text: Susanne Herrmann

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Nominiert für den Deutschen Webvideopreis 2012 sind unter anderem die Werbeparodien von Ralph Ruthe. Die so ins Schwarze treffen, dass sie vielleicht dem einen oder anderen ein bisschen weh tun.

Auch die renommiertesten Werbeagenturen kommen da nicht unbedingt gut weg: So beschränkt sich Ruthes Zalando-Persiflage (betreut im echten Werberleben von Jung von Matt) auf den Kern der Spotsreihe, und auch aus der Werbebotschaft der Goldenen Hirschen für Homann kondensiert er klar das Wichtigste heraus (da sind wir uns absolut mit ihm einig). Nach nicht einmal einem Jahr hat übrigens das Hirschen-Büro den Homann-Etat nun wieder abgegeben (an McCann).

Mit seinen Werbepersiflagen ist Ralph Ruthe in der Kategorie "Epic" für den Webvideopreis 2012 nominiert. Er hat gute Aussichten; sein Clip wurde bei Youtube schon mehr als eine Million Mal geklickt.

Alle Nominierungen zeigt Webvideopreis.de. Bis 29. März können auf der Webseite noch Stimmen abgegeben werden. Die Gewinner der Publikumsabstimmung werden zusammen mti den Preisträgern der Jury in Düsseldorf am 31. März gekürt. Den Webvideopreis, den die European Web Video Academy von Videopunk Markus Hündgen auslobt, unterstützen unter anderem Arte Creative, Spiegel Online, Prinz, die Stadt Düsseldorf, Panasonic, König Pilsener und Youtube. Fast 7000 Einreichungen gab es dieses Jahr.

Und weil es bei dem Preis um die Anarchie des Web im Gegensatz zum Fernsehen geht, sind auch die Kategorien ein bisschen anders, großteils in Chat-Sprache formuliert: So gibt es "FYI - For your information", "LOL - Laughing out loud", "FAQ/RTFM" ("Frequently asked questions" und "Read the fucking manual" wurden heuer zusammengefasst) oder eben "Epic" für herausragende, beste Filme. (ps/sh)


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.



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