Zwei Drittel finden Promi-Testimonials nicht glaubwürdig

Laut einer Umfrage des Hamburger Marktforschungsinstituts und Werbewirkungsspezialisten Mediaanalyzer stufen rund zwei Drittel der Befragten zwischen 18 und 69 Jahren prominente Testimonials in der Werbung als nicht glaubwürdig ein.

Text: Markus Weber

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Laut einer Umfrage des Hamburger Marktforschungsinstituts und Werbewirkungsspezialisten Mediaanalyzer stufen rund zwei Drittel der Befragten zwischen 18 und 69 Jahren prominente Testimonials in der Werbung als nicht glaubwürdig ein. Gerade einmal 37 Prozent halten bekannte Testimonials in der Werbung für seriös.

Wie aussagekräftig diese Angaben sind, bleibt allerdings fraglich. Denn in derselben Umfrage meinten rund 70 Prozent der Befragten auch, dass sie prominente Testimonials in der Werbung grundsätzlich gut fänden. Bei der Hälfte der 270 Teilnehmer wecken die bekannten Gesichter in der Werbung Interesse, auf 83 Prozent wirken sie auffällig.

Das Problem ist: Vielen fällt es schwer, Prominente den von ihnen beworbenen Marken zuzuordnen. Nur etwa ein Viertel der Befragten konnte sagen, für wen zum Beispiel Barbara Schöneberger wirbt. Oft verbanden die Befragten die Testimonials sogar mit Konkurrenzmarken oder ehemaligen Werbepartnern. "Prominente können bei mehreren Werbepartnern schlechter einer Marke zugeordnet werden. Ein Teil der prominenten Wirkung verpufft dann auch immer für die andere fremde Marke", resumiert Steffen Egner, der Geschäftsführer von Mediaanalyzer.

Ein kurioses Ergebnis zeigte die Befragung zu Dirk Nowitzki: zwar verbinden ihn zwei Drittel mit seinem Werbepartner Ing-Diba – ein gutes Ergebnis. Fünf Prozent bringen ihn jedoch auch mit Wurst in Verbindung. Grund dafür ist offenbar der von vielen Veganern kritisierte Werbespot mit dem Basketball-Star, der in einer Metzgerei spielte.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



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