Streit um "Nazi-Schlampe" :
AfD-Frau zieht Beschwerde gegen Extra 3 zurück

Das Gericht stufte eine Äußerung von "Extra 3" als Satire ein - und als AfD-Spitzenkandidatin müsse Alice Weidel überspitzte Kritik hinnehmen.

Text: W&V Redaktion

"Extra 3" und Christian Ehring vs. AfD mit Alice Weidel: Die Partei klagte nach einem Nazi-Schlampen-Vergleich gegen Satire. Umsonst
"Extra 3" und Christian Ehring vs. AfD mit Alice Weidel: Die Partei klagte nach einem Nazi-Schlampen-Vergleich gegen Satire. Umsonst

Im Streit um die Formulierung "Nazi-Schlampe" in der NDR-Satiresendung "Extra 3" hat die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel ihre Beschwerde gegen eine Entscheidung des Hamburger Landgerichts zurückgenommen. Die Medienkammer hatte am 17. Mai einen Unterlassungsantrag von Weidel gegen den Sender zurückgewiesen.

Das Gericht hatte in seinem Beschluss erklärt, dass es bei der Äußerung in klar erkennbarer Weise um Satire gehe, die von der Meinungsfreiheit gedeckt sei. Weidel stehe als AfD-Spitzenkandidatin im Blickpunkt der Öffentlichkeit und müsse überspitzte Kritik hinnehmen.

Moderator Christian Ehring hatte in der Sendung am 27. April auf Weidels Rede beim AfD-Parteitag in Köln reagiert: "Jawohl. Schluss mit der politischen Korrektheit, lasst uns alle unkorrekt sein. Da hat die Nazi-Schlampe doch recht."

W&V Online/dpa


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