TV-Quoten :
Amok-Nachrichten beherrschten den Freitag

Die dramatischen Ereignisse in München haben sich am Freitag auch in den TV-Quoten bemerkbar gemacht. Nachrichten waren die meistgesehenen Sendungen. Die ARD hatte die meisten Zuschauer.

Text: W&V Redaktion

Die "Tagesschau" war am Freitag die meistgesehene Nachrichtensendung.
Die "Tagesschau" war am Freitag die meistgesehene Nachrichtensendung.

Die dramatischen Ereignisse in München haben sich am Freitag auch in den TV-Quoten bemerkbar gemacht. Nachrichten waren die meistgesehenen Sendungen. Die Sender hatten zum Teil schnell reagiert. Von der "Tagesschau" in der ARD gab es bereits um 19.23 Uhr eine Sonderausgabe, die gut 25 Minuten dauerte und 2,18 Millionen Zuschauer hatte (Marktanteil 10,9 Prozent).

Die reguläre Sendung um 20.00 Uhr  wurde auf 75 Minuten ausgeweitet. 5,08 Millionen schalteten im Ersten ein, rund jeder fünfte
aller Fernsehzuschauer zu dieser Zeit (Marktanteil 19,5 Prozent). Mit eingerechnet die übrigen Zuschauer, die die "Tagesschau" in
einem der dritten Programme, auf 3sat oder Phoenix verfolgten, waren es im Schnitt sogar 8,69 Millionen und ein Marktanteil von 33,1 Prozent.
Gleich an die überlanghe "Tagesschau" schlossen sich bei der ARD die "Tagesthemen" bereits um 21.15 Uhr an - eine halbe Stunde früher als vorgesehen. Die Sendung dauerte drei Stunden 15 Minuten. Dabei sahen im Schnitt 3,53 Millionen Menschen zu (16,4 Prozent).

Das ZDF sendete nicht durchgehend, entschied sich aber für mehrere Sonderausgaben. Bereits die übliche "heute"-Sendung um 19.00 Uhr
verfolgten 3,80 Millionen Zuschauer - der Marktanteil war mit 20,9 Prozent höher als der der "Tagesschau" im Ersten eine Stunde
später. Ein "heute spezial" rund eine Dreiviertelstunde danach schalteten 1,98 Millionen Zuschauer ein (9,5 Prozent). Gegen 20.25 Uhr erreichte ein "heute-journal spezial" mit 2,87 Millionen Zuschauer (11,0 Prozent). Eine weitere Sonderausgabe gegen 21.20 Uhr kam sogar auf 3,57 Millionen Zuschauer (12,7 Prozent). Und die eigentliche Ausgabe, die dann verspätet um 21.54 Uhr startete, schauten noch einmal mehr: 3,96 Millionen (15,2 Prozent).

Auch bei RTL gab es eine Programmänderung: "RTL aktuell" begann wie üblich bereits um 18.45 Uhr - wurde allerdings bis 22.01 Uhr
ebenfalls erheblich verlängert. Die Nachrichtensendung wurde damit zum mehr als dreistündigen Spezial zur Entwicklung in München und
hatte im Schnitt 2,97 Millionen Zuschauer (12,5 Prozent). Sat.1 erreichte mit seinen nur drei Minuten kurzen "Sat.1 Nachrichten
Spezial" bis zu 2,03 Millionen Zuschauer (7,9 Prozent).

Auch am Sonntag lagen nach den aktuellen Ereignissen die Nachrichtensendungen mit vorn. Vor dem "Tatort" sahen um 20.00 Uhr 6,13
Millionen Menschen (24,7 Prozent) die "Tagesschau" allein im Ersten. Das heute-journal" um 21.45 Uhr brachte es auf glatte 4,00 Millionen
(14,4 Prozent). Auf die aus aktuellen Gründen kurzfristig ins Programm genommene "Hart aber fair"-Diskussion "Amok in Zeiten des Terrors - wie verändert die Angst das Land?" mit Frank Plasberg um 21.45 Uhr entfielen 3,74 Millionen Zuschauer (14,8 Prozent).(mit dpa)


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