Ausgejodelt: Zmeck stellt Softerotik-Sender Alpenglühen ein

Erotik findet heute seine Abnehmer im Web - der Medienunternehmer Gottfried Zmeck sieht daher keine wirtschaftliche Perspektive m,ehr für den TV-Sender Alpenglühen.....

Text: Lisa Priller-Gebhardt

03. May. 2012

Der Münchner Medienmanager Gottfried Zmeck hat seinen Softerotik-Kanal Alpenglühen TVX eingestellt.

Auf Anfrage bestätigt der Programmchef und Vermarkter des Angebots, Thomas Mischek, diesen Schritt. Es habe die langfristige wirtschaftliche Perspektive gefehlt, sagt er. Die Möglichkeit, das Angebot zum Erfolg zu führen, sei nicht mehr gegeben gewesen. Daher habe man sich entschlossen, das Programm einzustellen. Der Abbau von Arbeitsplätzen ist nach Aussage von Mischek mit dem Aus des Senders nicht einhergegangen. "Alpenglühen war ein schlankes Projekt“, sagt er. Die wenigen Mitarbeiter seien anderweitig untergekommen.

Alpenglühen, das nach Aussage des Programmchefs bewusst die Schiene "erotische Komödie aus den 70er- und 80er-Jahren“ gefahren habe, konnte letztlich nicht mehr mit dem Internet-Angebot konkurrieren. In Deutschland sind die Lederhosen-Filme über verschiedene Kabelnetze wie Kabel Baden-Württemberg sowie über das Breitband-Angebot Entertain der Telekom verbreitet worden. Der Betreiber Alpenglühen Media ist zu 90 Prozent im Besitz des Medienunternehmers Zmeck, dessen Mainstrem Media AG auch die Abosender Goldstar TV und Romance TV veranstaltet. Die restlichen zehn Prozent hält Alpenglühen-Geschäftsführer Anton Pichler.


Autor:

Lisa Priller-Gebhardt
Lisa Priller-Gebhardt

schreibt als Autorin überwiegend für W&V. Im Zentrum ihrer Berichterstattung steht die geschwätzigste aller Branchen, die der Medien. Nach der Ausbildung an der Burda Journalistenschule schrieb sie zunächst für Bunte und das Jugendmagazin der SZ, Jetzt. Am liebsten sind ihr Geschichten der Marke „heiß und fettig“.



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