BCP 2012: Roger Willemsen erkennt Corporate Publishing "kulturstiftende Bedeutung" zu

Was müssen sie aufgeatmet haben, die Veranstalter des Preises "Best of Corporate Publishing", als Deutschland den Gruppensieg in der Fußball-EM geholt hatte. So überschnitt sich die Gala mit den gut 600 Gästen zumindest nicht mit dem Deutschland-Spiel.

Text: Jochen Kalka

28. Jun. 2012

Was müssen sie aufgeatmet haben, die Veranstalter des Preises Best of Corporate Publishing (BCP), als Deutschland den Gruppensieg in der Fußball-EM geholt hatte. So überschnitt sich die Gala mit den gut 600 Gästen zumindest nicht mit dem deutschen Halbfinale, sondern nur mit dem des Gruppenzweiten Portugal.

Nichtsdestotrotz glühten die Smartphones unter den Tischen der Veranstaltung, wunderbar keck moderiert von der TV-Journalistin Judith Rakers (links, mit FCP-Geschäftsführer Michael Höflich) - die übrigens offensiv dazu aufforderte, die Handys doch auf den Tisch zu legen, damit alle in Echtzeit erfahren würden, wie es denn im Spiel zwischen Portugal und Spanien steht.

Da der BCP zum zehnten Mal Massen von Preisen verlieh, diesmal in 36 Kategorien, sodass weit mehr als 100 Gäste auf die runde Bühne gezerrt werden mussten, begrüßte der frisch wiedergewählte Vorstand des Forum Corporate Publishing, Andreas Siefke, sogar explizit den Mitbegründer des Verbandes, Manfred Hasenbeck.

Höhepunkt des Abends war ganz klar die Rede von Professor und Fernsehstar Roger Willemsen. Hochgeistig blitzten seine wunderbar empathischen Gedanken quer durch die alte Halle des Berliner Postbahnhofs, oft durchaus selbstironisch. Als er etwa über seinen Smoking spottete, den ihm die Veranstalter aufgedrängt hätten. Wenigstens der Dinner-Redner müsse sich doch an die Kleiderordnung halten, zitierte er. Am liebsten hätte er schon die Vornacht darin verbracht, damit er nicht mehr so geschniegelt aussieht – oder zumindest wäre er gerne in mutigen Socken dazu aufgetreten, verriet Willemsen.

Seine fast schon philosophische Gedankenreise, die etliche Literaten und historische kluge Köpfe zitierte, integrierte sogar das Thema Corporate Publishing. Willemsen habe eine hohe Meinung von CP, weil sie geradezu eine „kulturstiftende Bedeutung“ habe.
Die Preisverleihung endete exakt mit dem letzten Elfmeterschuss des Fußballspiels, das am Ende Spanien gewann.


Autor:

Jochen Kalka, Chefredakteur
Jochen Kalka

ist jok. Und schon so lange Chefredakteur, dass er über fast jede Persönlichkeit der Branche eine Geschichte erzählen könnte. Und so drängt es ihn, stets selbst zu schreiben. Auf allen Kanälen.



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