Berichte über Print/Online-Machtkampf beim "Spiegel"

Beim "Spiegel" in Hamburg hängt offenbar der Haussegen schief. Medienberichten zu Folge stößt Chefredakteur Georg Mascolo mit seiner angeblichen Forderung nach einer Bezahlschranke für "Spiegel Online" im Haus auf heftigen Widerstand.

Text: Markus Weber

20. Apr. 2012

Beim "Spiegel" in Hamburg hängt offenbar der Haussegen schief. Laut einem Bericht des Internetdienstes Meedia stößt "Spiegel"-Chefredakteur Georg Mascolo mit seiner angeblichen Forderung nach einer Bezahlschranke für das kostenlose Nachrichtenportal "Spiegel Online" im Haus auf heftigen Widerstand. Das Internetangebot der Hamburger ist überaus erfolgreich. Dagegen musste das Print-Nachrichtenmagazin zuletzt Auflagenrückgänge hinnehmen. Gerüchten zu Folge fürchten beim Print-Magazin inzwischen viele Kannibalisierungseffekte durch das überaus erfolgreiche Online-Angebot.

Dass bei der Digital-Redaktion um Online-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron sämtliche Überlegungen in Richtung einer Pay-Wall auf klare Ablehnung stoßen, versteht sich beinahe von selbst. Allerdings soll sich auch "Spiegel"-Geschäftsführer Ove Saffe eindeutig gegen den Aufbau einer Bezahlschranke ausgesprochen haben. Gerüchte, dass auf Gesellschafterebene über eine Neuordnung der "Spiegel"-Chefredaktion gesprochen worden sein soll, wurden von Verlagsseite klar dementiert.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



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