Springer ermittelt :
BildPlus wird Opfer von Content-Piraten

Content-Piraten haben kostenpflichtige BildPlus-Inhalte offen ins Netz gestellt - aufgedeckt von einer Berliner Website. Springer kündigt rechtliche Schritte an.

Text: Deutsche Presse-Agentur

Content-Diebe haben eine Website mit gestohlenen Berichten des kostenpflichtigen Online-Angebots BildPlus des Axel Springer Verlags ins Netz gestellt. Unter der Adresse bildpl.us werden die Artikel in einer ähnlichen optischen Aufmachung wie das Original präsentiert, berichtete das private Portal toptestsieger.de, das von dem Berliner Daniel Brückner betrieben wird. Der Springer Verlag kündigte rechtliche Schritte gegen die Inhalte-Piraten an.

Für die Fake-Site wird ein Bürger im US-Bundesstaat Nevada als Verantwortlicher angegeben. Ob die Daten im offiziellen Whois-Eintrag allerdings authentisch sind, steht nicht fest. Die Domain wurde bereits im Juli 2015 angemeldet, so dass man davon ausgehen kann, dass es sich nicht um eine Protestaktion gegen das Vorgehen von Bild.de gegen den Einsatz von sogenannten Werbeblockern handelt.

Anwender, die mit einem aktivierten Werbeblocker auf die Website der ”Bild“ gehen, bekommen derzeit keine Inhalte zu sehen, sondern werden aufgefordert, entweder den Blocker abzuschalten oder ein Bezahlangebot zu akzeptieren. In diesem Zusammenhang geht Springer auch gegen Anleitungen im Netz juristisch vor, die zeigen, wie man diese Sperre umgehen kann.