Bundestag berät über Schutzschirm für Grosso-System

Im Parlament angekommen: Am heutigen Donnerstag berät erstmals der Deutsche Bundestag über eine Art Schutzschirm für das deutsche Pressegrosso-System. Ziel ist ein Gesetz, das den Status Quo sichern soll.

Text: Markus Weber

22. Mar. 2012

Am heutigen Donnerstag berät erstmals der Deutsche Bundestag über eine Art Schutzschirm für das bundesdeutsche Pressegrosso-System. Das Ziel ist eine künftige gesetzliche Regelung, die den Weiterbestand des gegenwärtigen Systems sichern soll. SPD und Grüne haben nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" einen gemeinsamen Antrag vorgelegt, Union und FDP suchten im Moment noch nach einer Lösung.

Die deutschen Verlegerverbände sehen das System des neutralen Vertriebs von Presseerzeugnissen über die Grossisten derzeit in akuter Gefahr. Der Grund ist eine gerichtliche Niederlage des Grossoverbandes im Streit mit dem Hamburger Bauer-Verlag: Im Februar hatte das Landgericht Köln in einer Entscheidung dem Verband untersagt, für seine Mitgliedsfirmen einheitliche Grosso-Konditionen mit den Verlagen und Nationalvertrieben auszuhandeln. Bauer hatte geklagt, weil der Verlag hierin ein unzulässiges Preis- und Konditionenkartell sah.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



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