In die Hände spielen könnte Comcast, dass Rupert Murdoch in Großbritannien umstritten ist. Ein Abhörskandal bei einer seiner Zeitungen im Jahr 2011 hatte ihn nicht gerade beliebt gemacht. Die Regulierer prüfen zudem intensiv, ob Murdoch, zu dessen Imperium auch die britischen Zeitungen The Times und The Sun gehören, in Großbritannien eine zu große Marktmacht erhält. Dadurch ist das Vorhaben, Sky zu übernehmen, zu einer Hängepartie geworden.

Comcast kündigte an, 12,50 britische Pfund je Sky-Aktie bieten zu wollen. Dies seien rund 16 Prozent mehr als Fox offeriert habe und eindeutig das bessere Angebot, teilte der US-Kabelkonzern mit. Sky würde durch die Comcast-Offerte mit 22,1 Milliarden Pfund (25 Mrd. Euro) bewertet. Die Sky-Aktie schoss daraufhin in die Höhe (rund 22 Prozent), angetrieben von der Hoffnung auf ein Nachlegen des Murdoch-Clans.

"Wenn Fox noch zum Zug kommen will, haben sie keine andere Chance, als ihr Angebot zu erhöhen", brachte Analyst Wilton Fry von der Investmentbank RBC Capital Markets die allgemeine Einschätzung auf den Punkt. "Die Murdochs werden toben vor Wut", sagte Hedgefondsmanager Crispin Odey der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Comcast-Ankündigung sei eine Kriegserklärung und eine Antwort von 21 Century Fox dürfte nicht lange auf sich warten lassen. dpa


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W&V Redaktion
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