Constantin will deutsche Produktion zurückfahren

Constantin fehlen gute deutsche Drehbücher und Regisseure. Jetzt will Deutschlands größter Filmproduzent mehr im Ausland investieren und die heimische Produktion zurückfahren. 

Text: Uli Busch

"Wir wollen Serien und Filme verstärkt auch in Englisch drehen", sagt Martin Moszkowicz, Vorstand für Film und Fernsehen der Constantin Film AG, gegenüber dem "Handelsblatt". Die ersten Abschlüsse sollen in den nächsten Wochen öffentlich werden. Bisher beträgt der Anteil von deutschen zu internationalen Filmen 70 zu 30 Prozent. Das soll sich ändern: das Verhältnis werde künftig eher bei 60 zu 40 Prozent liegen, so Moszkowicz. Das bezieht sich sowohl auf Kinofilme als auch auf TV. Grund für die verstärkte internationale Ausrichtung sind der stagnierende TV-Markt in Deutschland und fehlende qualitativ hochwertige Stoffe - "hier bräuchten wir allgemein ein höheres Level in der Branche", so Moszkowicz.

Aktuell arbeitet die Filmproduktion an fünf internationalen Filmen, unter anderem "Die Chroniken der Unterwelt" und "Tarzan" als 3D-Animation. Jüngste Erfolge konnten die Münchner mit dem deutschen Publikumshit "Türkisch für Anfänger" (2,5 Millionen Besucher) einfahren.