Darum will Sky eigene Serien produzieren

Sky-Filmchef Marcus Ammon verhandelt bereits bei den LA Screenings. Vorbild für Sky ist der Kabel-Abosender HBO - und das hat gute Gründe...

Text: Petra Schwegler

23. May. 2012

Sky Deutschland plant auch die Eigenproduktion deutscher Serien. Auf der weltgrößten Filmmesse in Los Angeles, den LA Screenings, verhandele der Münchener Pay-TV-Anbieter derzeit mit deutschen und internationalen Produzenten über eigene Serien und Filme, sagt Filmchef Marcus Ammon dem "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe). Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Bislang habe die deutsche Produktionsfirma UFA in der Branche den Eindruck erweckt, Favorit in den Gesprächen zu sein, schreibt die Zeitung. Das sei laut Ammon aber nicht der Fall.

Vorbild für Sky ist der Kabel-Abosender HBO des US-Medienkonzerns Time Warner. Mit dessen anspruchsvollen Eigenproduktionen füttern die Münchener ihren am Mittwoch startenden Kanal Sky Atlantic HD – zum Start mit der zweiten Staffel der preisgekrönten Reihe "Game of Thrones“. HBO erreicht mit seinen Filmen und Serien weltweit nach eigenen Angaben 93 Millionen Abonnenten – und verdient durch den weltweiten Vertrieb des gefragten Materials eine Menge dazu. Der HBO-Weg ist ergo gut fürs Renommée und für die Kasse. Auch ProSiebenSat.1, die zweite deutsche TV-AG neben Sky, hat den Wert von Eigenproduziertem erkannt und baut dieses Segment inklusive Vertrieb rege aus.

Sky zählt Ende des ersten Quartals über 3,09 Millionen Kunden und hat damit beim Weg aus den roten Zahlen Boden gut gemacht. Zunehmend geben deutsche Kunden mehr Geld für die Angebote des Bezahlsenders aus.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.



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