Verlage :
Das Handelsblatt zieht die Paywall hoch

Die Wirtschaftszeitung Handelsblatt setzt ab sofort auf eine harte Paywall. Nur noch eine "Handvoll Artikel" auf der Webseite sollen kostenfrei lesblar bleiben.

Text: Thomas Nötting

Das Handelsblatt erklärt seinen Lesern, dass sie für Online-Artikel künftig zahlen müssen.
Das Handelsblatt erklärt seinen Lesern, dass sie für Online-Artikel künftig zahlen müssen.

Das Handelsblatt lässt die Bezahlschranke runter. Ab sofort seien nur noch „eine Hand voll Artikel“ pro Monat auf der Webseite der Düsseldorfer Wirtschaftszeitung freu verfügbar, teilt der Verlag mit. Künftig sollen sämtliche Artikel, Infografiken und Recherchetools nur noch für zahlende Premium-Kunden zugänglich sein.

„Mit dem neuen Bezahlmodell geht das Handelsblatt den schon vor Jahren begonnenen Weg der digitalen Transformation konsequent weiter“, sagt Chefredakteur Sven Afhüppe. „Die Zahl der Handelsblatt Digital-Abonnenten steigt Woche für Woche. Schon bald werden weit mehr als die Hälfte unserer zahlenden Leser unsere digitalen Produkte nutzen“, erklärt Handelsblatt-Vize und Head of Digital Sebastian Matthes.

Inhaber eines Premiumzugangs können weiterhin alle Inhalte der Webseite und des Handelsblatt-E-Papers lesen. Die zahlenden Nutzer sind außerdem Mitglied des Handelsblatt-Wirtschaftsclubs und haben Zugang zu Veranstaltungen und besonderen Produktangeboten.

Den Bau der neuen Paywall kündigt der Verlag auf der Startseite prominent an. Lesern ohne Premium-Abo bietet das Handelsblatt ein kostenloses vierwöchiges Probeabo an. Ein Digitalpass kostet pro Monat zwischen 24,99 Euro und 66,70 Euro.


Autor:

Thomas Nötting
Thomas Nötting

ist Leitender Redakteur bei W&V. Er schreibt vor allem über die Themen Medienwirtschaft, Media und Digitalisierung.