Wieder da nach Redesign :
Das ist das neue "Vice Magazine"

Mehr Raum für Kulturelles: Das groß angelegte Redesign des "Vice Magazine" ist die erste Überarbeitung des Titels seit dem Start im Jahr 1994. 

Text: Petra Schwegler

Das neue "Vice Magazine" ist da – nach seinem umfassenden Redesign. Das 1994 in Kanada gegründete Heft ist zur April-Ausgabe überarbeitet worden. Dafür hat sich das Team eine Kreativpause sogar von Januar bis März genommen – etwas länger als ursprünglich kommuniziert. In dieser Zeit ist das "Vice Magazine" nicht erscheinen, erstmals seit 21 Jahren ruhte der Druck. Dafür hat sich das Redaktionsteam ausschließlich darauf konzentrieren, das Magazin inhaltlich und gestalterisch weiterzuentwickeln.

Heraus gekommen ist vor allem ein neues schlankeres Design. Das Magazin ist fortan in drei Bereiche unterteilt:

- "Briefs" für kürzere visuellere Kultur- und Newsberichte,

- der "Features"-Bereich für detaillierte Stücke, Foto-Strecken und Fiktion sowie

- "Field Notes" für Kommentare, Kolumnen und einem Blick hinter die Kulissen der Entstehung jedes Cover-Bildes.

Das frisch Magazin beinhaltet nun außerdem wiederkehrende Kolumnen der digitalen Vice-Kanäle wie Motherboard, Munchies und Thump.

Das Redesign verantwortet die US-Chefredakteurin Ellis Jones. Sie sagt nun: "Das Redesign angehend hatten wir drei Hauptziele: mehr kulturelle Inhalte, mehr Struktur und mehr kurze, visuell interessante Beiträge am Anfang des Magazins." Das eher Nachrichten-lastige Magazin habe so eine "bessere Balance" gefunden, "wenn es darum geht, auch kulturelle Reportagen einzubinden", so Jones. Für Tom Littlewood, Chefredakteur von Vice in Deutschland, ist wichtig, dass mit dem Redesign die Möglichkeit geschaffen wurde, "die Vielfalt unseres Online-Auftrittes im Heft wiederzugeben".

Das Redesign des "Vice Magazine" ist die erste Überarbeitung des Titels überhaupt. Weltweit hält das kostenlose Blatt eine stabile Printauflage von 1,2 Millionen Exemplaren und wird in 25 Ländern in 18 verschiedene Sprachen publiziert. In Deutschland wurde Vice 2005 mit fünf Mitarbeitern als eines der ersten Ableger nach USA und Großbritannien mit Benjamin Ruth als Herausgeber erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht.

Die Auflage von 100.000 ist bis heute konstant geblieben. Das "Vice Magazine" erscheint zwölf Mal jährlich und wird nach wie vor in ausgewählten Fashion Stores, Buchläden und Galerien ausgelegt.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.