Das Wolfskind und die Kanzlerin: Bauer schickt "Reporter" an den Kiosk

Nach "Closer" testet die Bauer Media Group schon das nächste Heft: "Reporter" erscheint als One-Shot unter der Dachmarke "Auf einen Blick".

Text: Manuela Pauker

18. Apr. 2012

Nur wenige Wochen nach dem Launch der Zeitschrift "Closer" testet die Bauer Media Group ein weiteres Blatt: Unter der Dachmarke der Freizeit- und Programm-Illustrierten "Auf einen Blick" bringt der Verlag jetzt das Magazin "Reporter" auf den Markt.

Der Titel, vorläufig als One-Shot testweise am Kiosk, bietet laut Presse-Grosso-Informationen die "besten Geschichten, ergreifendsten Schicksale, große Gefühle" sowie aktuelles Zeitgeschehen. Die Mischung des Blattes (Untertitel: "Menschen - Schicksale - Das wahre Leben") ist relativ bunt: So lockt die Erstausgabe unter anderem mit Enthüllungen über die verborgenen Geheimnisse der Kanzlerin ("Angela Merkel: Die Raute der Macht"), dem Leben des "Wolfskind Supatra" ("Sie ist so tapfer!") sowie einer großen Reportage über die Betreuung von Frühchen. Ergänzend sind rund 20 Seiten mit Rätseln enthalten.

"Reporter" ist zum Copy-Preis von 1,99 Euro zu haben - und damit teurer als das Mutterblatt, das allwöchentlich für 1,10 Euro über den Tresen geht. Acht Wochen soll das Werk am Kiosk liegen. Auch in der Optik unterscheidet sich das Blatt (Auflage: 150.000 Exemplare) deutlich von "Auf einen Blick"; der Look erinnert mehr an die Machart einschlägiger britischer Magazine. Auf diesem Markt ist Bauer bekanntlich ebenfalls vertreten: Unter anderem veröffentlicht die britische Tochter H Bauer Publishing hier ähnlich gemachte Hefte wie "Bella" und "That's Life".

Ob "Reporter" in Serie geht, dürfte, wie üblich, die Resonanz der Käufer entscheiden. Damit die Postille bekannt wird, wird das Sonderheft durch eine umfangreiche Printkampagne in Bauer-Titeln  unterstützt. Zuckerl: eine TV-Kooperation mit dem RTL-Magazin "Explosiv".


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde



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