Edenspiekermann :
Design für Springer: Die Neuerschaffung der "Welt"

Nüchterner, viel schlichter sowie moderner: Das ist das neue Markendach von WeltN24, das in Logos und Design ab Ende November bei "Welt" und "WamS" sichtbar wird. Entwickelt wurde es von der Designagentur Edenspiekermann.

Text: Petra Schwegler

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Ohne Schnörkel und ohne Serifen: So kommen künftig die Springer-Zeitungen "Die Welt" und "Welt am Sonntag" ("WamS") daher. Die Blätter der vor wenigen Monaten formierten WeltN24-Familie passen ab Ende November ihr Erscheinungsbild ans neue "Welt"-Markendach an.

Das Ganze orientiert sich am bereits aus den "Welt"-Apps bekannten Ansichten, wirkt nüchterner, schlichter sowie moderner – und geschieht in zwei Schritten: Am 29. November erscheint zum Auftakt die "WamS" erstmals mit einem neuen Logo, das sich an der Wort-Bild-Marke des neuen Markendachs orientiert. Auch die Kompakt-Ausgabe trägt ab diesem Tag einen neuen Titelkopf. Sie biete dann zudem ein rundherum erneuertes Design, heißt es am Dienstag von Springer.

Einen Tag später folgen "Welt" sowie "Welt Kompakt" – sowohl mit neuen Logos als auch in neuem Design. Parallel wird ab Ende November auch auf allen digitalen Angeboten ein neues Logo zu sehen sein, das auf die gewohnten Serifen an den Großbuchstaben der "Welt" verzichten wird. Als zweiter Schritt werde die "WamS" am 10. Januar ebenfalls grafisch überarbeitet erscheinen, heißt es. Und: Die Umstellung sei ein weiterer Baustein in dem seit Sommer 2015 laufenden Markenprozess, bei dem sukzessive alle journalistischen Angebote von WeltN24 als Teil einer integrierten publizistischen Familie positioniert werden.

Die neuen Logos, Titelköpfe und Schriftenfamilien des neuen Auftritts, der modern und digital anmutet, wurden in Zusammenarbeit mit der Agentur Edenspiekermann entwickelt. Mit der Einführung eines Markendachs, das nun auch optisch wahrgenommen werden kann, will Springer den Anspruch verdeutlichen, "digitales Leitmedium für intelligenten, inspirierenden Qualitätsjournalismus zu sein".

Zum Vergleich: Bisher nutzt Print die alte Form des Logos mit Serifen, in Apps zeigt sich die Springer-Marke bereits mit aufgefrischtem Antlitz.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.



3 Kommentare

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Anonymous User 7. Dezember 2015

Leider ganz furchtbar daneben.... Eine über Jahrzehnte bewährte Bildmarke mit einem so hohen Wiedererkennungsswert wechselt man nicht einfach mal so aus. Da waren keine Profis am Werk, sondern Dilettanten. Noch langweiliger und austauschbarer geht´s kaum mehr.

Willkommen im Sumpf der Gleichmacherrei.

Anonymous User 7. Dezember 2015

Ein Grobian, der dieses neue Logo der WeLT geschaffen hat. Kein Weg in die Moderne, sondern ein Weg zurück in die Anfänge der Typografie. Grob, klotzig und angsteinflößend. Ein Grobian, der dies zu verantworten hat.

Anonymous User 30. November 2015

Da hat sich aber jemand von Google (mit kleinem e) inspirieren lassen.

Hat irgendwie Parallelen zu Menschen die ihr Selbstwertgefühl damit aufwerten, indem sie zum Schönheitschirurgen laufen, danach ein verzerrtes Bild von sich selbst wahrnehmen. Nur für Außenstehende bleibt alles beim Alten...

Man fühlt sich eher an Google erinnert als an Die Welt, die ihr Gesicht verloren hat.

"digitales Lei(d)medium für intelligenten, inspirierenden Qualitätsjournalismus zu sein" ... an diesem Satz hat jemand lange getüftelt

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