Anke Schäferkordt und Guillaume de Posch, die sich den CEO-Posten an der Spitze der RTL Group teilen, wollen nun die Performance der großen TV-Marke im Internet, mobil und vor allem im Bewegtbild kapitalisieren. Sie erhoffen sich dadurch einen Umsatz- und Ergebnisschub, wie ihn etwa die Konkurrenz von ProSiebenSat.1 mittlerweile kommunizieren kann. Investitionen wie bei 495 Productions in den USA, die den Inhaltebereich rund um Fremantle ergänzen, sollen Geld abwerfen.

Apropos Produktionen aus den eigenen Reihen: Eigenproduktionen von Serien oder Spielfilmen würden für RTL langfristig immer wichtiger, um sich gegenüber Video-Plattformen wie Netflix, Maxdome oder Amazon Prime abzusetzen, meint Schäferkordt am Donnerstag  im Gespräch mit der Nachrichtenagentur "dpa". Die Sender würden in Zukunft immer weniger exklusive Inhalte aus den USA anbieten können. "Der Mehrwert von US-Serien oder Spielfilmen für eine Programm-Marke ist dann nicht mehr gegeben", so Schäferkordt nach der Vorstellung der Halbjahres-Zahlen der RTL Group.


Autor: Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.