Digitale Sprachassistenten :
Die BBC macht den Hörer mit Alexa zum Helden

Nutzer von Alexa und Google Home können via Stimmbefehl bald selbst in eine Hörspiel-Handlung eintauchen - und mitentscheiden, wie sie weitergehen soll.

Text: Manuela Pauker

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Bei dem Hörspiel "The Inspection Chamber" sagt der Nutzer, wo es langgeht.
Bei dem Hörspiel "The Inspection Chamber" sagt der Nutzer, wo es langgeht.

Die britische Rundfunkanstalt BBC experimentiert mit digitalen Sprachsystemen, die eine immer wichtigere Rolle im Alltag der Menschen spielen. Genauer: Der Konzern entwickelt aktuell ein interaktives Hörspiel für die Sprachassistenten Alexa und Google Home. Das Stück, laut der Entwicklungsabteilung ein "interactive comedy science fiction audio drama", soll dem Nutzer das Gefühl geben, Teil der Handlung zu sein und mit den Charakteren interagieren zu können.

Das Prinzip des Projekts: Das Format mit dem Namen The Inspection Chamber besteht aus vorproduzierten Hörspiel-Fragmenten. An einigen Stellen der Geschichte muss eine Entscheidung darüber gefällt werden, wie die Handlung weitergeht – und hier ist der Hörer selbst gefragt. Das Ganze ist offenbar so geschickt gemacht, dass der Nutzer tatsächlich die Illusion bekommt, ein Protagonist in der Geschichte zu sein.

PC-Games als Inspiration

Bei Computergames ist dieses Vorgehen allerdings längst üblich. Und die Macher, die BBC-Abteilung Research & Development und die Digitalschmiede Rosina Sound, bekennen sich auch offen dazu, von Games wie The Stanley Parable oder dem rein akustischen Spiel Papa Sangre inspiriert worden zu sein.

Die Pilotfolge von The Inspection Chamber soll zum Jahresende auf der Website BBC Taster veröffentlicht werden – vorerst nur für Alexa und Google Home. Weitere Versionen, etwa für den HomePod von Apple oder den demnächst erscheinenenden Invoke von Microsofts Cortana, sind geplant.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde



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