Verlagsstrategie :
Die Times hat jetzt mehr Digital- als Print-Abonnenten

In den vergangenen zwölf Monaten stieg die Zahl der Digital-only-Abos um 20 Prozent. Es war das erfolgreichste Jahr seit dem Launch der Paywall.

Text: Franz Scheele

Die britische Times und ihr Schwestertitel Sunday Times haben erstmals mehr Digital- als Print-Abonnenten.

In den vergangenen zwölf Monaten legte nach Angaben des Verlags News UK, der britischen Zeitungstochter der News Corp., die Zahl der Digital-only-Abonnements um 20 Prozent auf 255.000 zu. Insgesamt (Print und Digital) verzeichneten die Times und die Sunday Times im Juni 500.000 Abonnenten.

Laut Verlag waren die vergangenen zwölf Monate damit die erfolgreichsten seit dem Launch des digitalen Abo-Modells im Jahr 2010. Die beiden Titel verfolgen eine strikte Paywall-Strategie, bei der sämtliche Inhalte hinter einer Paywall stehen.

Allerdings haben Nutzer die Möglichkeit, sich zu registrieren, um zwei Artikel pro Woche kostenlos zu lesen. Davon machen rund 3,75 Millionen Nutzer Gebrauch. Bei den Abos bietet die Times verschiedene Modelle an, etwa ein Digital-only-Abo für 6 Pfund pro Woche oder ein Print/Digital-Abo für 9 Pfund pro Woche.


Autor:

Franz Scheele
Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.