Am Tag nach der Amtseinführung Trumps im Januar hatte Spicer bei seiner ersten Pressekonferenz behauptet: "Dies war das größte Publikum, das jemals einer Amtseinführung beiwohnte. Punkt!" Darum entspann sich ein Streit mit Medienvertretern, die diese These in Zweifel zogen. Im Publikum der Emmys saß eine sichtlich erstaunte Melissa McCarthy. Sie hatte Spicer immer wieder für "Saturday Night Live" parodiert -  inklusive fahrbarem Podium.

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Allerdings mehren sich auf Twitter auch die kritischen Stimmen gegenüber Spicer - der Auftritt dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass Spicer in seinem Amt die Öffentlichkeit belogen habe. Er habe für einen umstrittetenen Präsidenten gearbeitet.

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Neben "Saturday Night Live" gewinnen vor allem die Serien "Veep - Die Vizepräsidentin", "Big Little Lies" und "The Handmaid's Tale", sowie John Oliver's Late-Night-Politiksatire "Last Week Tonight". Um Trump
aber scheint bei dieser 69. Emmy-Verleihung niemand herumzukommen.

"Wir hatten eine ganze Geschichte über eine Amtsenthebungsklage geplant, aber das haben wir dann aufgegeben, weil wir besorgt waren, dass uns da jemand zuvorkommt", sagt Julia Louis-Dreyfus, die für
ihre Rolle in "Veep" als beste Hauptdarstellerin einer Comedy-Serie ausgezeichnet wird. Und auch der Afroamerikaner Donald Glover spricht das Thema an, als er für seine Rolle in "Atlanta" als bester
Hauptdarsteller in einer Comedy-Serie geehrt wird. "Ich danke Donald Trump, dass er Schwarze zu den am meisten unterdrückten Menschen gemacht hat, er ist wahrscheinlich der Grund dafür, dass ich jetzt hier stehe."
Insgesamt, fasst Moderator Colbert zusammen, gebe es derzeit ganz schön viel gute Fernsehstoffe in den USA - aber wer habe Zeit, das alles anzuschauen? "Niemand hat so viel Zeit - bis vielleicht auf den
Präsidenten, der scheint zuviel Zeit zum Fernsehschauen zu haben. Hallo, Herr Präsident, ich freue mich schon auf ihre Tweets."

Werbung gab's natürlich auch. Der eine oder andere nutzte auch den Hype um den #Emmy-Hashtag:

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(mit dpa)


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W&V Redaktion
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