EM-Vorrundenbilanz: Gute Werbequoten trotz der Gewitterpause

Kein Werbeausfall durch die Gewitterunterbrechung am Freitag beim ZDF. Die ARD liegt bei den Gesamtzuschauern in der Vorrunde leicht vor dem ZDF, bei den 14- bis 49-Jährigen hat das ZDF die Nase vorne.

Text: Leif Pellikan

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Das ZDF hat die Werbekunden am Freitag nicht im Regen stehen lassen. Das Spiel Ukraine gegen Frankreich war nach vier Minuten wegen Wolkenbrüchen für rund eine Stunde unterbrochen worden. Alle geplanten Werbeinseln sind laut Christoph Lüken, Marketing-Leiters des ZDF Werbefernsehens, trotzdem zur Ausstrahlung gekommen. Auch wenn die Regenpause massive Verschiebungen im Sendeplan des ZDF zur Folge hatte. Die Halbzeitsspots liefen somit etwas verfrüht etwa um 18:40 Uhr, die ursprüngliche Werbeinsel nach dem Spiel passte in die Halbzeitpause um etwa 19:45 Uhr. Das Abendspiel hat die UEFA trotzdem verschoben. Schweden und England wurde um 21 Uhr statt um 20:45 Uhr angepfiffen. "Die Quoten der Übertragung konnten sich trotz Regenchaos und einstündiger Unterbrechung sehen lassen", sagt Lüken. Die Regenpartie verfolgten 11,25 Millionen Zuschauer ab drei Jahre (Marktanteil: 40,1 Prozent) und 4,76 Millionen 14-49-Jährige (43,4 Prozent).

"Bei Übertragungen dieser Größenordnung, die live im Werberahmenprogramm zur Ausstrahlung kommen, stellt das Werbefernsehen der Sendeleitung im Sendezentrum immer einen Mitarbeiter als beratenden Ansprechpartner zur Seite. Hier wird im Sinne der Kunden und des Senders nach Lösungen gesucht, um trotz aller Unwägbarkeiten alle gebuchten Spots über den Sender zu bringen", erklärt Lüken. Die Reichweiten hätten nicht gelitten. Sie hätten wie auch die Tausend-Kontaktpreise (TKPs) auf dem Niveau des vergleichbaren Freitags-Eröffnungsspiels (ARD) gelegen. "Von daher ergibt sich kein Grund zu rabattieren." Auch im Falle von höherer Gewalt hätten Kunden einen Anspruch auf Ausgleich, sprich Rückzahlungen oder adäquate Ersatzumfelder.

Generell fällt die Bilanz positiv aus, zumal die nun folgenden Spiele nicht mehr in der Werbezeitschiene vor 20 Uhr statt finden. Lüken: "Alle Prognosen und Erwartungen hinsichtlich der Quoten haben sich erfüllt." Durchschnittlich sahen über 11 Millionen Zuschauer die 18.00 Uhr-Spiele im ZDF. Insgesamt kommen ARD und ZDF auf durchschnittlich 13,4 Millionen Zuschauern. Die ARD hat hierbei mit 13,49 die Nase leicht vor dem ZDF mit 13,29 Millionen. Bei den 14-49-Jährigen liegt das ZDF mit 5,69 Millionen vor der ARD mit 5,60 Millionen Zuschauern.

Die Werbeauslastung war entsprechend gut und die Erlösziele werden laut dem ZDF Werbefernsehen erreicht. Komplett ausgebucht waren die Spiele erwartungsgemäß nicht. In Summe reduzieren viele Kunden ihre Sepndings während Großereignissen. Werbeinseln in der Vorberichterstattung vor 20 Uhr gibt es allerdings auch weiterhin, sie werden auch weiterhin im Markt angeboten. Die Preise für einen 30-Sekunden-Spot liegen zwischen 27.000 und 66.000 Euro (900/2200 Euro pro Sekunde). Das betrifft beispielsweise die Sendezeit ab 19:25 Uhr vor Viertelfinale am Freitag zwischen Deutschland und Griechenland. Der teure Preis steht hier unter dem Werbeblock kurz vor 20:00 Uhr. Daneben zeigt das ZDF die Partie in der Wiederholung am Samstag ab 9.25 Uhr. Spots, auch in der Halbzeit, schlagen hier mit 600 Euro pro Sekunde zu buche.


Autor:

Leif Pellikan
Leif Pellikan

ist Redakteur beim Kontakter und bei W&V. Er hat sich den Ruf des Lötkolbens erworben - wenn es technisch oder neudeutsch programmatisch wird, kennt er die Antworten. Wenn nicht, fragt er in Interviews bei Leuten wie Larry Page, Sergey Brin oder Yannick Bolloré nach. 



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