Junge Lifestyle-Marken sind begehrt, und klar ist es schwieriger, sie in eine klassische Tageszeitung zu locken als in ein buntes Magazin. Aber am Ende entscheidet halt doch die Reichweite – und wenn die nicht stimmt, bleiben die Anzeigenbuchungen bald aus. Da kann die Qualität des Angebots noch so gut sein. Die wird vermutlich bei der "Frankfurter Allgemeinen Woche" stimmen, der Absender steht ja für eine solide Geschichte und kein billig zusammengeklatschtes Blättchen.

Aber vergoldete Pferdekutschen sind ja auch nicht mehr so stark gefragt wie einst.

Die Jugend will einfach nicht

Dabei kann Print lukrativ sein. Sehr sogar. Gruner + Jahr hat beispiels- weise aktuell mit "Barbara" oder "Stern Crime" vorgemacht, dass da immer noch was geht, auch mit neuen Angeboten. Aber die Jugend – und da darf man weite Teile der Ü25-Schicht heutzutage sicher dazuzählen – ist nun mal wählerisch, wenn es um Medienangebote geht.

Das wird "FAZ"-Geschäftsführer Thomas Lindner übrigens wissen. Denn er verantwortete während seiner Zeit bei G+J unter anderem "Yuno", den Kinder- und Jugendableger des "Stern". 2012 war es mit dem 2010 hoffnungsvoll gestarteten Projekt vorbei. Begründung damals: fehlende wirtschaftliche Perspektiven.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde