Keine Perspektive :
Finanzieller Flopp: "Spiegel" stellt "New Scientist" ein

Ende Mai ist es vorbei mit dem deutschsprachigen "New Scientist": Der "Spiegel" stellt das Vorzeigeprojekt mangels "wirtschaftlicher Perspektive" ein.

Text: Petra Schwegler

Eine weitere schlechte Nachricht aus dem Hause "Spiegel" in dieser Woche: Der deutschsprachige "New Scientist" wird am 31. Mai zum letzten Mal erscheinen. Nach nur wenigen Monaten ist Schluss mit der Lizenzausgabe des gleichnamigen renommierten britischen Wissenschaftsmagazins. Es wird seit November 2012 zum Copypreis von 4,50 Euro von der New Scientist Deutschland GmbH herausgegeben, einer 100-prozentigen Tochter des Spiegel-Verlags, die für das Projekt keine Mühen gescheut und renommierte Redakteure eingestellt hat. Insgesamt 13 Mitarbeiter sind beschäftigt worden.

Zur Begründung sagt Michael Plasse, Geschäftsführer der New Scientist Deutschland GmbH: "Das publizistische Konzept wurde im deutschen Markt nicht ausreichend angenommen. Wir sehen keine hinreichende wirtschaftliche Perspektive für unseren Titel und müssen den New Scientist leider einstellen." Das Haus bedauere die Entscheidung sehr.

Der "Spiegel" kommt diese Woche nicht mehr aus den Schlagzeilen heraus, nachdem sich das Haus nach einem Wochenende voller Gerüchte am Dienstag von den Chefredakteuren Georg Mascolo und Mathias Müller von Blumencron getrennt hat. Nun machen sich die Hamburger einmal mehr auf die Suche nach einer neuen redaktionellen Spitze.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.